Wärmewende darf nicht am Geldbeutel scheitern: Neues Kreditförderprogramm für Bremen!

Muhlis Kocaağa und Ingo Tebje: „Das ist eine gute Nachricht für alle Wohneigentümer*innen im Land Bremen sich Sorgen machen, wie sie in Zukunft ihre Wohnung heizen.“

In Bremen und Bremerhaven soll es bald ein neues Kreditförderprogramm geben, das älteren und einkommensschwachen Eigentümer*innen die energetische Sanierung ihrer Häuser ermöglicht. Daran arbeitet die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft gemeinsam mit der Bremer Aufbau-Bank (BAB). Das geht aus einer Berichtsbitte der Bremer Linksfraktion hervor, die heute der Deputation für Umwelt, Klima und Wissenschaft vorliegt.

Muhlis Kocaağa, klimapolitischer Sprecher der Bremer Fraktion Die Linke, kommentiert: „Das ist eine gute Nachricht für alle Wohneigentümer*innen in Bremen und Bremerhaven, die sich Sorgen machen, wie sie in Zukunft ihre Wohnung heizen oder sich eine Wärmepumpe leisten sollen. Viele Menschen wollen ihre alte Gasheizung loswerden oder neue Fenster einbauen. Sie sind sich der Folgen der Klimaerwärmung bewusst und möchten ihren Beitrag leisten – doch oft fehlt schlicht das Geld oder sie bekommen keinen Kredit. Genau hier setzt das Kreditförderprogramm an und bringt damit eine sozialgerechte Energie- und Wärmewende voran.“

Ingo Tebje, Deputierter für Klima und Umwelt der Linksfraktion, erklärt: „Bremen steht unter Druck: Bis 2030 sollen die CO₂-Emissionen im Gebäudesektor um 69 Prozent gegenüber 1990 sinken. Gleichzeitig sind in Bremen ein Drittel der Wohngebäude stark sanierungsbedürftig. Diese Häuser gehören meist Menschen mit geringem Einkommen oder im höheren Alter. Auch der Abschlussbericht der Klimaenquete hat eindeutig ein solches Förderprogramm mit zins- und tilgungsfreien Krediten empfohlen.“

Das neue Kreditförderprogramm sieht vor, das bestehende Programm der BAB „Rund ums Haus“ auszubauen. Außerdem soll das Land Bremen Bürgschaften für Kredite von Gebäudeeigentümer*innen mit niedriger Bonität übernehmen. Dadurch sinkt das Risiko für die BAB, und auch ältere sowie einkommensschwache Menschen erhalten Zugang zu Krediten für energetische Sanierungen.

Kocaağa hofft auf eine schnelle Umsetzung des Programms. Derzeit laufen noch letzte Beratungen, die bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein sollen. „Ich erwarte, dass für das Kreditförderprogramm auch schnell die entsprechende Mittel bereitgestellt werden. Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn alle Menschen in die Lage versetzt werden, mitzumachen.“

Tebje betont abschließend: „Bei einer zukünftigen Weiterentwicklung des Kreditprogrammes muss unbedingt auch Warmmietenneutrales Sanieren für Kleinvermieter gefördert werden. Dadurch bleibt wohnen in gedämmten Häusern für Mieter*innen bezahlbar, weil Sanierungskosten nicht durch Mieterhöhungen, sondern durch Energieeinsparung refinanziert werden.“