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Energiewende für alle: Pilotprojekt entlastet Menschen mit wenig Einkommen!

Muhlis Kocaaga | Ingo Tebje: „Durch das Pilotprojekt haben wir wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie eine gezielte Balkonsolaranlagen-Förderung für Menschen mit geringem Einkommen funktionieren kann.“

In Bremen und Bremerhaven können 32 Mieter*innen mit geringem Einkommen jetzt mit Balkonsolaranlagen eigenen Solarstrom erzeugen und ihre Stromkosten senken. Möglich wurde dies durch ein Pilotprojekt, das auf eine Initiative der Fraktion Die Linke zurückgeht. Über die Vereine „Allgemeinbildung-Natur Mensch Technik“ und „Solidarische Ökonomie“ wurden in Bremen 28 und in Bremerhaven 4 Balkonsolaranlagen installiert. Das geht aus einer Berichtsbitte (s. Anhang) der Fraktion Die Linke hervor, die heute der Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft vorliegt. Das Projekt schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu Solarenergie für Menschen, die bisher nur schwer von der Energiewende profitieren und besonders unter steigenden Energiepreisen leiden.

Ingo Tebje, Deputierter für Umwelt und Klima der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, erklärt: „Das Ziel ist es, Menschen mit wenig Einkommen, insbesondere Mieter*innen, konkret bei Energiekosten zu entlasten und sie an der Energiewende teilhaben zu lassen. Mit dem Pilotprojekt haben wir wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen, wie eine gezielte Förderung von Balkonsolaranlagen für Menschen mit geringem Einkommen funktionieren kann.“

Mit einem solchen Förderangebot wird aus Sicht des Deputierten eine Lücke geschlossen: „Wer ein Haus besitzt, kann sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach setzen und wird dabei gefördert. Mieter*innen sind dagegen im Nachteil, obwohl sie besonders unter den hohen und steigenden Energiekosten leiden. Für sie gibt es mehrere Hürden, die den Zugang zu einer eigenen Solaranlagen erschweren: Einerseits fehlt oft das Geld, um eine Balkonsolaranlage zu finanzieren, andererseits sind sie von der Bereitschaft und Erlaubnis der Vermieter*innen abhängig. Das schließt viele Menschen aus.“

Das Pilotprojekt sollte vor allem Praxiserfahrungen für eine sozial ausgerichtete Förderung von Balkonsolaranlagen liefern. Wichtigste Erkenntnis ist, dass das Angebot niedrigschwellig gestaltet sein muss. Dazu gehört eine enge Begleitung der Teilnehmenden, Unterstützung bei der Kommunikation mit den Vermieter*innen, den bürokratischen Anforderungen und einer fachgerechten Montage der Anlagen. Auch die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften hat sich bewährt – sowohl bei der Bewerbung als auch bei der Installation der Solaranlagen. 

Muhlis Kocaaga, Sprecher für Umwelt und Klima der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, betont: „Das Interesse an einer eigenen Solarbalkonanlage ist groß, wenn Menschen gut und engmaschig beraten werden. Es ist daher super, dass die beiden beteiligten Vereine ihr Engagement fortsetzen wollen. Besonders freut mich als Bremerhavener, dass die STÄWOG Interesse an einer Zusammenarbeit für 2026 hat. Trotz allem ist es wichtig, dass auch das Land weiterhin tätig ist. Es müssen weitere finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um auch Menschen mit wenig oder keinem eigenem Einkommen in die Lage zu versetzen an der Energiewende teilzuhaben. Die Folgen des Klimawandels betreffen diese Zielgruppe am meisten. Hier müssen dringend Erleichterungen geschaffen werden!“

Die Fraktion Die Linke fordert, dass das Projekt ausgebaut und verstetigt wird. Zudem bedankt sich die Linksfraktion bei den beteiligten Vereinen für ihr großes Engagement, welches maßgeblich zum Erfolg des Pilotprojekts beigetragen hat.

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