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Vergesellschaftung von Wohnungen großer Vermieter — So wie in Berlin geplant?

In der Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen. Aktuell geht es um die Frage nach einer Vergesellschaftung von Wohnraum. Sofia Leonidakis bezieht im Weser Report für die Linke Stellung: 

Wie in Berlin geplant: Vergesellschaftung von Wohnungen großer Vermieter?

„Berlin plant die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände – aus guten Gründen! Denn Vonovia und Co. bauen kaum, sondern machen Rendite mit dem Zuhause von Menschen. Das Geschäftsmodell der großen Immobilienkonzerne beruht darauf, bei möglichst niedrigen Investitionen möglichst viel Miete zu kassieren.

Die Folgen sind auch in Bremen sichtbar: Große Gebäude verfallen, die Wohnbedingungen sind miserabel, Mieterinnen und Mieter werden bei den Nebenkosten abgezockt und teilweise werden dafür Wuchermieten verlangt.

Wohnungen müssen bezahlbar, verfügbar und intakt sein. Die Vergesellschaftung von privatisierten Großbeständen garantiert das und ist rechtlich vom Grundgesetz gedeckt. Auf diese Möglichkeit zu verzichten oder sie verbieten zu wollen, erreicht nur eins: dass tausende Mieterinnen und Mieter mehr Miete zahlen und Wohnraum in unseren Städten weiter verwahrlost, während die Gewinne weniger Aktionäre steigen. Das ist nicht im Sinne der Allgemeinheit, Vergesellschaftung schon.“

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