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Ridesharing-Angebote für „die letzte Meile“ schaffen

Allzu oft ist der Weg von der Straßenbahn- oder Bushaltestelle zur eigenen Wohnung weit oder beschwerlich. Gerade in den dünner besiedelten Rand-bereichen unserer Städte bietet sich dann immer noch – schon aus Bequemlichkeit – das eigene Auto als Alternative zum ÖPNV an. Doch gerade im urbanen Raum brauchen wir neue Angebote und Lösungen für einfache, kostengünstige und auch nachhaltige Mobilität in Ergänzung zum klassischen, liniengebundenen ÖPNV. So können wir diesen in der Fläche bzw. auf der sogenannten letzten Meile noch flexibler machen und mehr und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV bewegen. Das kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Wege zu verkürzen. Denn Bremen und Bremerhaven sollen zu Städten der kurzen Wege werden.

Große Automobilkonzerne wie Volkswagen oder Daimler-Benz haben diese Lücke erkannt und bieten inzwischen Ridesharingkonzepte an, die flexibel die individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bürger:innen berücksichtigen. Die Fahrzeugflotten – in der Regel Großraummodelle, sogenannte Vans – verfügen in der Regel über elektrische Antriebe.
Beim App-gesteuerten Ridepooling bzw. Ridesharing können sich Personen ein Fahrzeug teilen, deren Start- und Zielposition in ähnlicher Richtung liegen. Es gibt unterschiedliche Modelle, z.B. festgelegte oder variable Zusteigepunkte. Der Kunde/ die Kundin sendet über eine App eine Fahrtanfrage. Ein Algorithmus ordnet diese Anfrage einer neuen oder einer bereits bestehenden Fahrt zu. Der/die Fahrer:in wird über eine App informiert und entsprechend navigiert, um den Fahrgast an einem Haltepunkt abzuholen. Fahrgäste, die sich bereits im Auto befinden, werden über ein Display informiert, dass ein weiterer Fahrgast zusteigt. Die Wagen steuern virtuelle Haltepunkte auf einer dynamischen Route an. Nur an diesen Haltepunkten können die Fahrgäste ein- und aussteigen. Der Fahrpreis liegt zwischen dem des öffentlichen Nahverkehrs und dem eines Taxis und richtet sich nach der Entfernung sowie nach dem Wochentag und der Uhrzeit. Er kann in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage variieren.

In Hamburg und in Hannover gibt es bereits derartige Angebote (MOIA), die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. In der Elb-Metropole wurde darüber hinaus das Angebot in die bestehende App der Hamburger Hochbahn (HVV) integriert, über diese App ist auch die Buchung und die Bezahlung möglich.

Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:
Die Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf,
1. zeitnah Gespräche mit vergleichbaren Großstädten und deren Verkehrsbetrieben aufzunehmen hinsichtlich der bisherigen Erfahrungen mit Ridesharing- bzw. Ridepooling-Angeboten zu Fragen der Angebote, Kosten, Finanzierung, Nachfrage und der verkehrlichen Wirkung;
2. darauf aufbauend Gespräche mit potentiellen Anbietern und dem ansässigen Taxigewerbe über die Möglichkeiten solcher Systeme in Bremen und Bremer-haven zu führen sowie damit im Zusammenhang stehende vergabe- und genehmigungsrechtliche Fragestellungen zu beleuchten;
3. der Bürgerschaft (Landtag) binnen 12 Monaten nach Beschlussfassung über die Ergebnisse zu berichten.

Anja Schiemann, Arno Gottschalk, Martin Günthner, Mustafa Güngör und Fraktion der SPD
Ralph Saxe, Björn Fecker und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Ralf Schumann, Nelson Janßen, Sofia Leonidakis und Fraktion DIE LINKE


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