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Aktionsplan für die Zukunft des Sports im Land Bremen: Breiten- und Leistungssport gemeinsam fördern!

Das deutsche Sportsystem beruht auf zwei Säulen: Leistungssport und Sport für alle. Beide Säulen sind für das System unerlässlich, um gut funktionieren zu können. Getragen wird dies durch das große ehrenamtliche Engagement der Sportlerinnen und Sportler. Breitensport und Leistungssport sind sich gegenseitig bedingende und unterstützende Bereiche. Bremer Kinder und Jugendli-che zu Sport und Bewegung zu bringen, weil sie Vorbildern aus der Region nacheifern, ist gut investiertes Geld in die Zukunft unseres Landes. Spitzensportförderung ist daher auch immer ein Beitrag für den Breitensport. Durch eine den Breiten- und den Leistungssport verzahnende Unterstützung im Kontext der Empfehlungen des Sportentwicklungsplanes sollte Bremen neue Impulse für eine zukunftsorientierte Fortentwicklung der Sportinfrastruktur ge-ben. Bereits im Sportentwicklungsplan wird formuliert, dass die Turn- und Sporthallen im Sanierungsprogramm der Stadt Bremen „mit hoher Priorität“ behandelt werden. Sportstätten in gutem Zustand sind die Grundvorausset-zung für eine positive zukünftige Entwicklung des Sports.

Durch den Breiten- und Freizeitsport – besonders im Kinder- und Jugendbereich – werden Sporttalente sichtbar. Der Breitensport sieht die Fähigkeiten der Sportlerinnen und Sportler und erkennt Talente in den Sportvereinen. Diese Arbeit wird von den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen geleistet. Die Sporttalente müssen anschließend mit gezielter Unterstützung weiter gefördert werden, um den Leistungssport in Bremen und Bremerhaven zu fördern.

Bremen steht für die auf den Breitensport aufbauende Förderung des Leistungssports vor großen Herausforderungen. Einige wesentliche Voraussetzungen für eine gelingende Unterstützung der Förderung des Leistungssports sind in der laufenden Legislaturperiode zu schaffen: Das sogenannte Trainer-Lehrer-Modell sollte Bremen neue Impulse für eine zukunftsorientierte Fortent-wicklung der Sportinfrastruktur geben. Bereits im Sportentwicklungsplan wird formuliert, dass die Turn- und Sporthallen im Sanierungsprogramm der Stadt Bremen „mit hoher Priorität“ behandelt werden. Sportstätten in gutem Zustand sind die Grundvoraussetzung für eine positive zukünftige Entwicklung des Sports.

Durch den Breiten- und Freizeitsport – besonders im Kinder- und Jugendbereich – werden Sporttalente sichtbar. Der Breitensport sieht die Fähigkeiten der Sportlerinnen und Sportler und erkennt Talente in den Sportvereinen. Diese Arbeit wird von den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen geleistet. Die Sporttalente müssen anschließend mit gezielter Unterstützung weiter gefördert werden, um den Leistungssport in Bremen und Bremerhaven zu fördern.

Bremen steht für die auf den Breitensport aufbauende Förderung des Leistungssports vor großen Herausforderungen. Einige wesentliche Voraussetzungen für eine gelingende Unterstützung der Förderung des Leistungssports sind in der laufenden Legislaturperiode zu schaffen: Das sogenannte Trainer-Lehrer-Modell muss fortgeführt und darüber hinaus in die sportbetonten Schulen investiert werden. Der Studiengang Sportpädagogik an der Universität Bremen muss schnellstmöglich eingerichtet werden. Auch die geplante Gründung eines Hauses der Athletinnen und Athleten wird die Unterstützung des Leistungssportes weiter intensivieren. Zudem muss sich die Oberschule Ronzelenstraße zu einer Eliteschule des Sports weiterentwickeln. Einen wichtigen Beitrag wird auch das Gymnasium Links der Weser mit dem Sportprofil „Eliteschule des Fußballs“ leisten. Durch das bereits beschlossene Konzept „Für mehr sichere Schwimmerinnen und Schwimmer in Bremen“ wir der Schwimmsport in Bremen gestärkt. Um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine allgemeine Schwimmfähigkeit zu vermitteln, ist eine schnelle Umsetzung erforderlich. Dazu ist es von großer Bedeutung, die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Bereichen Bildung und Sport enger zu gestalten, die Sportverbände mit einzubeziehen sowie den Nachwuchs-Leistungssport finanziell besser auszustatten.

Die einzelnen Maßnahmen zur Förderung des Leistungssports und des Brei-tensports im Land Bremen müssen allerdings gut aufeinander abgestimmt sein, um die auf den Breitensport aufsetzende Unterstützung des Leistungssportes erfolgreich umzusetzen. Ein alle Maßnahmen integrierendes Konzept zur Förderung des Zusammenspiels von Breiten- und Leistungssport muss erarbeitet werden – auch um eine Priorisierung der verschiedenen Einzelmaßnahmen vornehmen zu können.

Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:
I. Die Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf,

ein Konzept zur Förderung des Leistungs- und Breitensports zu erarbeiten. Dieses Konzept soll eine mehrjährige Perspektive aufweisen und dabei insbesondere folgende Aspekte weiterentwickeln beziehungsweise neu etablieren:
1. Erhöhung der Zuschüsse zur Übungsleiterinnen- und Übungsleiterpauschale und inflationsgemäße Anpassung in der Folge, sowie die Entwicklung eines Vorschlags zur effizienten und unbürokratischen Verteilung der Mittel;
2. Konzeptioneller Ausbau und Sicherstellung der finanziellen Mittel zur Förderung von Mädchen und Frauen in allen Bereichen des organi-sierten Sports bei der Sportförderung;
3. Unterstützung der Vereine bei den vielfältigen gesellschaftlichen Themenfeldern im Bereich der Inklusion und der Sensibilisierung von Themen von LGBTIQ (Lesbian Gay Bisexual Trans Intersex Queer);
4. Unterstützung der Vereine unter Einbezug des Landessportbundes bei der Umsetzung der Fördermöglichkeiten des Bundesprogramms „Bildung und Teilhabe“, um Kindern und Jugendlichen verstärkt die damit finanzierbaren Leistungen zugänglich zu machen. Zudem soll ein Konzept erstellt werden, das sicherstellt, dass Sportlerinnen und Sportler, denen die finanziellen Möglichkeiten für Vereinsbeitrag und Sportmaterial fehlen, beispielsweise durch eine Erweiterung der Förderrichtlinien des Integrationskonzepts für diese Zielgruppe, am Vereinssport teilnehmen können;
5. Fortführung des bewährten „Trainer‐Lehrer‐Modells“;
6. Langfristige Weiterentwicklung der Oberschule Ronzelenstraße zu einer Eliteschule des Sports, dazu gehört auch die Sicherstellung der nötigen Infrastruktur;
7. Konsequente Fortführung des beschlossenen Konzeptes „Für mehr sichere Schwimmerinnen und Schwimmer in Bremen“ (sowie eine kontinuierliche Berichterstattung);
8. Bereitstellung der Landesmittel zur Co-Finanzierung des Bundesstützpunktes Rhythmische Sportgymnastik in Bremen und Anpassung des Förderturnus der Leistungssportförderung des Bundes an den olympischen Rhythmus;
9. Organisation einer verbindlichen Kooperationsstruktur zwischen den Ganztagsschulen und Sportvereinen, Sportverbänden und offenen Sportangeboten;
10. Verstärkte Einrichtung von offen zugänglichen Spiel- und Bewegungsangeboten wie Bolzplätze oder Laufstrecken; Diese sollen bei der Erschließung neuer Wohngebiete obligatorischer Teil der Raumplanung sein;
11. Etablierung einer ressortübergreifenden Arbeitsstruktur zur Erstel-lung eines priorisierenden Gesamtverzeichnisses der Sanierungsbedürftigkeit aller Sporthallen in kommunalem Besitz sowie die Darstellung des Sanierungsbedarfes der vereinseigenen Sporthallen. Letzteres muss in Kooperation mit dem Landessportbund geschehen. Zudem ist ressortübergreifend eine Lösung für notwendige kleine Reparaturarbeiten (sogenannte „Schönheitsreparaturen“) zu erarbeiten, um Funktionseinschränkungen der Sporthallen schnellstmöglich zu beheben.
II. Der Bürgerschaft (Landtag) ist das Konzept, das unter Einbezug der Sportverbände in Bremen zu erarbeiten ist, binnen sechs Monaten nach Beschlussfassung vorzulegen.
III. Die Bürgerschaft (Landtag) bekräftigt die Notwendigkeit zur Einrichtung eines Studiengangs Sportpädagogik an der Universität Bremen und bittet den Senat um schnellstmögliche Umsetzung.

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Mustafa Güngör und Fraktion der SPD
Mustafa Öztürk, Björn Fecker und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Cindi Tuncel, Sofia Leonidakis und Fraktion DIE LINKE

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