Altersarmut in Bremen und Bremerhaven
Altersarmut ist ein bisher vernachlässigtes soziales Problem, das sich in Zukunft noch deutlich verschärfen wird. Insbesondere die Rentenreformen der rot-grünen Bundesregierung sowie die Einführung der Rente mit 67 haben das Leistungsniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung massiv abgesenkt, das Prinzip der paritätischen Beitragsfinanzierung eingeschränkt und mit der Riesterrente eine bis dahin ungeahnte Privatisierung der Sozialversicherungssysteme vorgenommen.
Altersarmut ist ein bisher vernachlässigtes soziales Problem, das sich in Zukunft noch deutlich verschärfen wird. Insbesondere die Renten- reformen der rot-grünen Bundesregierung zwischen 2001 und 2004 sowie die Einführung der Rente mit 67 haben das Leistungsniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) massiv abgesenkt, das Prinzip der paritätischen Beitragsfinanzierung eingeschränkt und mit der Riesterrente eine bis dahin ungeahnte Privatisierung der Sozialver- sicherungssysteme vorgenommen. In Bremen ist das Risiko, im Alter unter Armutsbedingungen zu leben, besonders hoch.
Gleichzeitig haben verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen Niedriglohnjobs und prekäre Beschäftigungsformen hervorgebracht, sodass viele Menschen in Zukunft keine armutsfeste Rente mehr beziehen werden.
Das Rentenniveau wird schleichend aber stetig abgesenkt, schon heute sind Auswirkungen dieser Politik sichtbar: Immer mehr Menschen arbeiten auch nach Erreichen des Renteneintrittsalters unfreiwillig in Minijobs. Immer mehr Menschen sind auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen, weil ihre Rente nicht zum Leben reicht. Frauen und Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder mit Migrationshintergrund sind von der politisch gemachten Altersarmut besonders häufig betroffen.
Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE eine Große Anfrage erarbeitet und erwartet unter anderem Antworten darauf, wie sich die durchschnittlichen Zahlbeträge der Altersrenten in Bremen und Bremerhaven seit dem Jahr 2000 entwickelt haben und wie sich die Armutsquote in der Altersgruppe über 65 Jahre seit 2000 in Bremen und Bremerhaven entwickelt hat.
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