Vonovia lässt Häuser verfallen – Wir stehen an der Seite der Mietenden!
Der Vonovia-Wohnkomplex in der Schubertstraße 9-19 weist tiefe Risse in der Fassade auf, weshalb die Vonovia ihre Mieter*innen zum Auszug zwingt oder drängt. Ob eine Sanierung stattfinden soll und ob die Bewohner*innen danach in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist ungewiss. Aus Verzweiflung haben die Mieter*innen sich jetzt an die Öffentlichkeit gewandt – und an uns.
Sofia Leonidakis, baupolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert:
„Wir stehen an der Seite der Mietenden! Es ist ein Skandal, dass sie vor die Tür gesetzt werden, weil ein Milliardenkonzern wie Vonovia Gebäude jahrelang vernachlässigt. Ich kann gut verstehen, dass die Mieter*innen in der Schubertstraße sauer und verunsichert sind. Schließlich wissen sie nicht, ob ihre Wohnungen noch sicher sind, und ob sie hier wohnen bleiben können.“
Die Risse an der Fassade sollen der Vonovia schon seit 2018 bekannt sein. Leonidakis: „Warum in die Instandhaltung des Mauerwerks über viele Jahre nicht ausreichend investiert wurde, bei gleichzeitigen Milliardengewinnen, das muss Vonovia erstmal erklären. Die Vonovia hat ihre Gewinnerwartung allein in diesem Jahr um 11 Prozent auf fast 2 Milliarden Euro angehoben – während Menschen immer tiefer in die Tasche greifen müssen für Miete und Nebenkosten, machen Großkonzerne Kasse.“
Leonidakis abschließend: „Wir werden in der Bau-Deputation eine Berichtsbitte einreichen – die Vonovia muss Antworten liefern. Die Bewohner*innen der Schubertstraße brauchen endlich Klarheit und ihr Zuhause. Die Behörde sollte jetzt alle Hebel in Gang setzen, um die Sanierung der Gebäude zu erwirken. Wohnraum für 100 Menschen so lange verfallen zu lassen, bis die Tragfähigkeit infragesteht – solche Vermieter können wir uns nicht leisten. Für die Vonovia mag Wohnraum eine Ware sein. Für die Menschen ist er ihr Zuhause. Wir stehen solidarisch an der Seite der Mieter*innen in der Schubertstraße.“

