Jeder Euro zählt: Linke kritisiert erneute Erhöhung des Semesterbeitrags!
Der Semesterbeitrag ist in Bremen zum Wintersemester 2026/27 um 18 Euro gestiegen und beträgt nun 443,25 Euro. Grund dafür sind die gestiegenen Kosten für das Deutschlandticket, das im Semesterbeitrag enthalten ist. Die Bremer Koalition hatten sich auf Druck der Linksfraktion im Februar aber darauf geeinigt, eine Erhöhung zu verhindern und dafür entsprechende ausgleichende Landesmittel zur Verfügung gestellt. Die Wissenschaftsbehörde hat sich aufgrund langer Verwaltungsabläufe nicht dazu in der Lage gesehen, diese Mittel rechtzeitig einzusetzen.
Tim Sültenfuß, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Wir sind fest davon ausgegangen, dass der Semesterbeitrag zum kommenden Semester nicht weiter steigt – dafür haben wir gekämpft und das war die gemeinsame Verabredung in der Koalition. Denn der aktuelle Semesterbeitrag in Bremen ist für Studierende eine enorme Herausforderung. BAföG-Empfänger*innen erhalten beispielsweise 442 Euro pro Monat für ihren gesamten Grundbedarf. Manche Studierende müssen also nahezu das Geld eines kompletten Monats für Lebensmittel, Kleidung und den Alltag an ihre Hochschule überweisen, um auch im kommenden Semester weiter studieren zu können. Deshalb zählt hier jeder Euro. 18 Euro weniger wären für viele Studierende eine wichtige Entlastung gewesen.“
Das Geld aus den Rücklagen des Landes Bremen steht für die Studierenden aber weiterhin zur Verfügung. Sültenfuß weiter: „Ich erwarte, dass der Semesterbeitrag dann zum Sommersemester 2027 wieder auf 425 Euro gesenkt wird – denn er hätte gar nicht erst steigen dürfen. Das Geld ist da und das Wissenschaftsressort auch dazu verpflichtet, es abzurufen. Wir wollen eine finanzielle Entlastung für alle Studierende – und das so schnell wie möglich.“

