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Linksfraktion begrüßt barrierefreien Ausbau der Linie 6!

Ab 2028 werden entlang der Straßenbahnlinie 6 die Gleise erneuert und im Zuge der Sanierung 16 Haltestellen vollständig barrierefrei umgebaut. Die dafür erforderlichen Planungsmittel wird die Deputation für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung heute voraussichtlich beschließen. An 16 Haltestellen der Linie 6 wird der Einstieg künftig stufenlos möglich sein. Zudem werden sie mit einem taktilen Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet.

Tim Sültenfuß, Sprecher für Verkehr und Inklusion der Linksfraktion und selbst Rollstuhlfahrer, erklärt: „Wir machen Tempo beim barrierefreien Ausbau des ÖPNV in Bremen! Dafür kämpfen wir schon lange und mit der Erneuerung der Linie 6 kommen wir endlich einen großen Schritt voran. Der stufenlose Einstieg ermöglicht es Menschen im Rollstuhl selbstständig ein- und auszusteigen. Auch für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Gepäck wird der Einstieg in die Straßenbahn deutlich einfacher. Gleichzeitig verkürzen sich die Haltezeiten – die Linie 6 wird so langfristig schneller und pünktlicher.“

Wie dringend der barrierefreie Ausbau ist, zeigen auch die häufigen Ausfälle der Hublifte in den Bremer Straßenbahnen. Im Jahr 2024 waren die Hublifte laut einer Anfrage der Linksfraktion insgesamt 96-mal defekt, teilweise über längere Zeiträume. Allein im Januar 2026 wurden 32 Störungen registriert.

Sültenfuß weiter: „Menschen mit Mobilitätseinschränkung dürfen nicht dauerhaft darauf angewiesen sein, dass ein Hublift funktioniert. Seit der Einführung der neuen Straßenbahnflotte der BSAG kommt es leider viel zu oft vor, dass Hublifte defekt sind – das schränkt Menschen im Rollstuhl erheblich ein. Deshalb darf ein defekter Hublift keine böse Überraschung für Rollstuhlfahrer*innen sein, sondern muss zuverlässig in der VBN-App angezeigt werden. Beim weiteren Ausbau der Haltestellen muss Bremen die gesetzlichen Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen und sollte dabei besonders hochfrequentierte Stationen priorisieren. Wenn der Einstieg in Bremen überall stufenlos möglich wäre, dann würden Einstiegshilfen überflüssig und es ginge für alle schneller. Ein zuverlässiger und barrierefreier Nahverkehr ist eine Grundbedingung für soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben für alle.“

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