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Gedenkort für Brechmittelopfer: Staatliches Unrecht darf nicht vergessen werden!

Heute wird in Bremen das Denkmal „Death by Drowning“ eröffnet. Es erinnert an Laye Condé und weitere Opfer der Brechmittelfolter. Allein in Bremen hat die Polizei zwischen 1991 und 2005 mehr als 1.000 Menschen gewaltsam und gegen ihren Willen Brechmittel verabreicht. Laye-Alama Condé starb am 7. Januar 2005 an den Folgen der Brechmittelfolter. Gestaltet wurde das Mahnmal von der südafrikanischen Künstlerin Usha Seejarim.

Zu der Eröffnung des Mahnmals erklärt Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Bremer Fraktion Die Linke: „Heute bin ich froh und dankbar, dass der Gedenkort „Death by drowning“ an die Opfer der Brechmittelfolter endlich eröffnet wird. Er soll uns allen eine Mahnung sein: Nie wieder darf in Bremen ein Mensch in staatlicher Obhut nachhaltig zu Schaden oder zu Tode kommen. Der Gedenkort steht zugleich für die Verurteilung von Rassismus und erinnert uns daran, die Verhältnismäßigkeit von staatlichem Handeln stets kritisch zu hinterfragen.“

Im Dezember 2020 beschloss die Bremische Bürgerschaft einen Ort des Gedenkens und der Mahnung in der Bremer Innenstadt zu schaffen. Strunge weiter: „Dass wir heute dieses Mahnmal einweihen dürfen, ist leider keine Selbstverständlichkeit. Es gab viele Widerstände in Politik und Öffentlichkeit. Es ist heute angesichts des Erstarkens rechter Kräfte wichtiger denn je, auf staatliches Unrecht hinzuweisen und daran zu erinnern. Menschenrechtswidrige Praxis in staatlichen Institutionen muss verhindert werden. Dafür muss sie auch in der Öffentlichkeit klar benannt und sichtbar sein.“

Strunge abschließend: „Mein Dank gilt ganz besonders der Initiative in Gedenke an Laye Condé. Ohne sie wäre weder die Aufarbeitung der Verbrechen in Öffentlichkeit und Politik so vorangeschritten noch hätte der Gedenkort heute eingeweiht werden können. Die Initiative hat immer wieder gemahnt und Politik, Justiz und Polizei aufgefordert nicht wegzusehen, sondern Verantwortung für die Folteropfer in staatlicher Obhut zu übernehmen. Ich danke ausdrücklich auch dem Kulturressort und dem Landesbeirat für Kunst im öffentlichen Raum, der den Prozess zur Errichtung des Mahnmals sehr partizipativ gestaltet und Menschen mit Rassismuserfahrung miteinbezogen hat."

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