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Bezahlbaren Wohnraum sichern

Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht und in der Bremer Landesverfassung festgeschrieben. Wohnen wird aber für viele immer mehr zur finanziellen Be- und Überlastung. Umzüge werden vermieden, selbst wenn die Wohnung zu klein, zu groß oder nicht ausreichend barrierearm ist, weil kein bezahlbarer Wohnraum in Wohnortnähe verfügbar ist.

Die Mieten sind bundesweit in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervorgeht, sind die Angebotsmieten in Deutschlands 14 größten Städten seit 2016 im Schnitt um 43 Prozent angehoben worden. Bremen steht in Sachen Mietenexplosion mit einem Anstieg von 46 Prozent bundesweit an dritter Stelle. Aktuell liegt die Durchschnittsnettokaltmiete in der Stadt Bremen bei circa 11,20 Euro pro qm, die Angebotsmieten für Neubauwohnungen sogar bei 12,55 Euro pro qm (Monitoring Wohnen und Bauen – Stadt Bremen 2025) mit stark steigender Tendenz. Die erheblichen Steigerungen der Angebotsmieten weisen darauf hin, dass auch die Bestandsmieten durch den Anstieg der ortsüblichen Vergleichsmieten weiter angehoben werden. Für viele Haushalte werden Mieten und Nebenkosten zunehmend zur finanziellen Belastung.

Die Bezahlbarkeit von Wohnen macht sich zum einen an der Höhe der Mieten und der Verfügbarkeit von Wohnraum fest, und zum anderen an der Kaufkraft der Haushalte. Das im Vergleich mit anderen Großstädten noch moderate Mietniveau in Bremen wird aufgefressen durch die vergleichsweise geringe Kaufkraft der Bremer Haushalte. Bremen ist deshalb Negativspitzenreiter, was die Wohnarmut betrifft. Laut der Studie des Paritätischen sind fast 30 Prozent der Bremer*innen von Wohnarmut betroffen, in Zahlen sind das rund 197.000 Menschen (konventionelle Armut 146.000 Menschen). Sie geben mehr als ein Drittel fürs Wohnen aus, einige sogar mehr als die Hälfte. Massiv betroffen sind Menschen über 65 Jahre, junge Erwachsene, Alleinerziehende und Erwerbslose, aber auch viele Menschen, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind. Ihr Anteil beträgt in Bremen 15 Prozent der Beschäftigten.


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Den Videomitschnitt von der Pressekonferenz können Sie hier einsehen.

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