Sportgarten und Co. gerettet – Offene Kinder- und Jugendarbeit langfristig finanziell absichern!
Dariush Hassanpour: „In sozial benachteiligten Stadtteilen, in denen viele Kinder leben, werden die Einrichtungen deutlich besser aufgestellt. Das ist ein Erfolg.“
Am Donnerstag wird der Jugendhilfeausschuss über das neue Finanzierungsmodell für die offene Kinder- und Jugendarbeit ab 2027 diskutieren und über die Ergebnisse der Planungskonferenzen zur institutionellen Förderung der Einrichtungen abstimmen. Das Ziel der Neuregelung ist es, das Angebot in den institutionell geförderten Freizis zu verbessern, unter anderem durch verbesserte Personalschlüssel, angepasste Öffnungszeiten und eine stärkere Orientierung am Bedarf von Kindern und Jugendlichen.
Dariush Hassanpour, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, erklärt: „In sozial benachteiligten Stadtteilen, in denen viele Kinder leben, werden die Einrichtungen deutlich besser aufgestellt. Das ist ein Erfolg. Es gab aber auch in einzelnen Stadtteilen Probleme, die mit dem nächsten Doppelhaushalt gelöst werden müssen. Wir haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass zusätzliche Mittel im Haushalt mobilisiert werden und den Härtefallfonds ins Leben gerufen. So konnte Zeit gewonnen und Schlimmeres verhindert werden. Der Härtefallfonds ist ein Verhandlungserfolg der Linksfraktion und nimmt finanziellen Druck aus den Stadtteilbudgets. Ohne diese Maßnahme hätten Einrichtungen wie der Sportgarten, der Jugendclub UPS in Marßel oder das Sielwallhaus schließen müssen. Das konnten wir verhindern und für 2027 die Angebotsvielfalt erhalten. Klar ist aber auch, dass nun über 2027 hinaus eine langfristige, finanzielle Lösung sichergestellt werden muss – insbesondere für die großen Einrichtungen, die stadtteilübergreifend genutzt werden.“
Viele Einrichtungen und Träger haben im Vorfeld gegen die Pläne protestiert, es wurde eine Demo organisiert und mit einer Petition der Erhalt und die Förderung aller vorhandenen Einrichtungen gefordert. In einigen Stadtteilen gibt es weiterhin die Befürchtung, dass Einrichtungen zusammengelegt werden müssen.
Hassanpour weiter: „Der Protest der Träger und Einrichtungen ist berechtigt gewesen, besonders bewundernswert ist das Engagement der Jugendlichen. Sie haben gezeigt, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit bei den jungen Menschen ankommt und sie für unsere Demokratie elementar wichtig ist.“
Die Fraktion Die Linke steht hinter der neuen Finanzierungssystematik, sieht aber kritische Punkte in der Umsetzung. Hassanpour dazu: „Qualitätsstandards, die Ermittlung von Bedarfen und die Bereitstellung finanzieller Mittel dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Außerdem brauchen wir dringend eine nachhaltige Lösung für die Sportstätten und Jugendfarmen. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.“

