Plattdeutsch verbindt Traditschoon, regionale Verbäenheit un Heimat mit Gegenwart un Tokunft. Platt snacken föddern un Bieroot Platt wiederföhren

Linksfraktion BremenSoziales

Antrag der Fraktionen der SPD, der CDU, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und der FDP: Der Erhalt des Plattdeutschen als regionale Minderheitensprache wurde über Jahrzehnte gesellschaftlich und politisch vernachlässigt. Platt snacken galt lange Zeit als rückständig und Ausdruck mangelhafter Bildung. Dies hat dazu geführt, dass Plattdeutsch eine extrem gefährdete Sprache ist, die von den heute noch platt sprechenden Menschen aus eigener Kraft kaum am Leben erhalten werden kann. Denn der Erhalt regionaler Sprache hängt ebenso entscheidend von der Sprachvermittlung und Weitergabe von Generation zu Generation ab wie von einer gesellschaftlichen Akzeptanz und von Gelegenheiten die Sprache auch im öffentlichen Raum zu sprechen, zu hören und zu erleben. Schulen, Universitäten, Behörden, Medien und Kultureinrichtungen nehmen dabei eine Schlüsselfunktion bei der Schaffung von „Sprachgelegenheiten“ und der „Sprachvermittlung“ ein.

Der Erhalt des Plattdeutschen als regionale Minderheitensprache wurde über Jahrzehnte gesellschaftlich und politisch vernachlässigt. Platt snacken galt lange Zeit als rückständig und Ausdruck mangelhafter Bildung. Dies hat dazu geführt, dass Plattdeutsch eine extrem gefährdete Sprache ist, die von den heute noch platt sprechenden Menschen aus eigener Kraft kaum am Leben erhalten werden kann. Denn der Erhalt regionaler Sprache hängt ebenso entscheidend von der Sprachvermittlung und Weitergabe von Generation zu Generation ab wie von einer gesellschaftlichen Akzeptanz und von Gelegenheiten die Sprache auch im öffentlichen Raum zu sprechen, zu hören und zu erleben. Schulen, Universitäten, Behörden, Medien und Kultureinrichtungen nehmen dabei eine Schlüsselfunktion bei der Schaffung von „Sprachgelegenheiten“ und der „Sprachvermittlung“ ein.

In Artikel 7 Absatz 4 der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen wird dazu ermutigt, Gremien zur Beratung der Behörden in allen Angelegenheiten der Regional- oder Minderheitensprachen einzusetzen. Hier ist ein konstanter Austausch zur Pflege des Niederdeutschen zu gewährleisten und Anregungen zur Umsetzung der Sprachencharta zu geben. Die Bürgerschaft (Landtag) hat seit der 18. Legislaturperiode regelmäßig einen Beirat Plattdeutsch in Anlehnung an die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen eingerichtet, dessen Arbeit es nun fortzusetzen gilt. Durch die Anbindung des Beirats bei der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft macht Bremen deutlich, dass der Erfüllung der Bestimmungen der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen über alle Behörden und Parteien hinweg eine hohe Bedeutung zugemessen wird.

Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Medien bieten zudem große Chancen zur Vereinfachung des Erlernens von Plattdeutsch und zur weiteren Verbreitung. Der in der vergangenen Legislaturperiode erstmals durchgeführte Wettbewerb, „Best op Platt“ hat ebenso ermutigende wie innovative Ideen zur Förderung und Pflege der plattdeutschen Sprache hervorgebracht. Diesen Weg gilt es fortzusetzen.

Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:

1. Die Bürgerschaft (Landtag) beschließt die Fortführung des in der 20. Legislaturperiode bestehenden Beirats Plattdeutsch und die Zuordnung und Anbindung des Beirats Plattdeutsch bei der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft in folgender Zusammensetzung:

  • a) eine, von jeder Fraktion der Bürgerschaft (Landtag) benannte Vertretung, die der Bürgerschaft nicht angehören muss,
  • b) eine Vertretung der Kooperationsstelle Niederdeutsch der Norddeutschen Länder,
  • c) eine Vertretung der niederdeutschen Dachorganisationen in Bremen und Bremerhaven,
  • d) Vertretungen niederdeutscher Strukturen aus den Bereichen Schule, Wissenschaft, Medien, Theater, Pflege und Kirche,
  • e) Vertretungen der von der Sprachencharta betroffenen Ressorts,
  • f) die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft.

2. Weiterhin soll der Beirat Plattdeutsch
a) die Stellungnahme Bremens im Rahmen der Länderberichte zur Charta der Regionalsprachen vor deren Abgabe öffentlich erörtern,
b) den in der 20. Legislaturperiode erstmals durchgeführten Bremer Innovationswettbewerb „Best op Platt" zum Erhalt und zur Förderung der plattdeutschen Sprache im Alltag weiterentwickeln und fortsetzen.

Elombo Bolayela, Mustafa Güngör und Fraktion der SPD
Claas Rohmeyer, Frank Imhoff und Fraktion der CDU
Dr. Maike Schaefer, Sahhanim Görgü-Philipp, Dr. Henrike Müller und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Klaus Rainer Rupp, Cindi Tuncel, Nelson Janßen, Sofia Leonidakis und Fraktion DIE LINKE
Hauke Hilz, Thore Schäck und Fraktion der FDP