Soll die Bundespolizei Taser auf dem Bremer Hauptbahnhof testen?

In der Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen. Aktuell geht es um um die Frage, ob in der Hansestadt mehr Distanzelektroimpulsgeräte ein gesetzt werden sollen. Nelson Janßen bezieht im Weser Report für die Linke Stellung:

In der Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen. Aktuell geht es um um die Frage, ob in der Hansestadt mehr Distanzelektroimpulsgeräte ein gesetzt werden sollen.

Nelson Janßen bezieht im Weser Report für die Linke Stellung: 

Soll die Bundespolizei Taser auf dem Bremer Hauptbahnhof testen?

Distanzelektroimpulsgeräte sind potentiell tödliche Waffen. Auch deshalb wird sie nur als milderes Mittel nur im Vergleich zum Schusswaffengebrauch genannt.

Polizeiliche Facheinschätzungen betonen aber, dass der Taser kein Ersatz für die Schusswaffe ist, weil er in einer lebensbedrohlichen Situation nicht zuverlässig genug funktioniert. Daher ist die Behauptung, der Schusswaffengebrauch werde reduziert, schlicht falsch.

Sicher ist aber, der Taser wird vor allem gegen Menschen eingesetzt, die zur Hochrisikogruppe zählen, nämlich Menschen in psychischen Ausnahmesituationen.

Die Aus- und Weiterbildung zum Umgang mit Menschen, die sich in Ausnahmesituationen befinden, ist die bessere Lösung. Es gibt in Bremen Einsatzeinheiten der Polizei, die in besonderen Einsatzlagen hinzugerufen werden und über Taser verfügen. Eine Ausweitung dieser Praxis ist für uns deshalb nicht vorstellbar.