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Streik in den Bremischen Häfen: Wenn die Bundesregierung nicht entlastet, müssen die Löhne steigen!

An diesem Donnerstag legen Hafenarbeiter*innen in den Bremischen Häfen wie auch in anderen norddeutschen Häfen die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Verdi fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite, dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, Lohnerhöhungen und einen Inflationsausgleich. Der Druck auf die Beschäftigten in norddeutschen Häfen ist seit Wochen gewachsen, weil sich Containerschiffe vor der Nordseeküste stauen.

Ingo Tebje, arbeits- und hafenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kommentiert: „Die Arbeitsbelastung der Hafenarbeiter*innen in Bremen wird durch die Pandemie und nun auch den Schiffsstau immer größer. Gleichzeitig steigen die Kosten für Lebensmittel, Strom und Energie. Die Löhne aber verharren auf dem alten Niveau. Das allein ist nicht fair. Dazu schreiben die deutschen Seehäfen nach den Corona-bedingten Verlusten wieder ordentliche Gewinne. Die Reedereien, die ihre Waren in den Bremischen Häfen umschlagen, verzeichnen sogar Rekordgewinne. Der Konzern Maersk etwa hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr versechsfacht.“

Mit Blick auf die aktuelle Teuerung sagt Tebje: „Die Kosten der Inflation und der Pandemie dürfen nicht allein die Hafenarbeiter*innen tragen. Die von Verdi geforderte Lohnerhöhung und der Inflationsausgleich sind angemessen. Solange die sogenannten Entlastungspakete der Bundesregierung die Menschen in Deutschland nicht wirklich entlasten, sind höhere Löhne als Teuerungsausgleich notwendig – auch für die Beschäftigten in den Bremischen Häfen!“

Pressekontakt

Eva Przybyla - Pressesprecherin

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