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Transfeindlichkeit an der Freien Evangelischen Bekenntnisschule: LINKE ist schockiert über Vorfälle

Vorgestern berichtete die taz Bremen über systematisches Mobbing und Schikanen an der Freien Evangelischen Bekenntnisschule Bremen (FEBB) gegen einen jungen trans*Mann. Dieser Schüler hatte nach seinem Outing 2015 ein Jahr lang durch Lehrkräfte und Mitschüler*innen unfassbare psychische Gewalt erfahren. Sein Schulalltag war unter anderem geprägt von der absichtlichen falschen Anrede – sogenanntes Deadnaming – und regelmäßigen Versuchen, ihn zu Konversionstherapien in der nahen Freien Christengemeinde (heute Hoop-Kirche) zu drängen. Die andauernde psychische Gewalt löste bei ihm ein Trauma und schwere Depressionen aus. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln inzwischen gegen Lehrkräfte und den stellvertretenden Schulleiter wegen des Verdachts auf Misshandlung Schutzbefohlener.

Maja Tegeler, queer- und gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, äußert sich zu den Vorgängen: „Ich bin schockiert über das Ausmaß der Gewalt, das der Schüler offenbar erleiden musste. Die Vorgänge werfen eine ganze Reihe von Fragen auf und zeigen einmal mehr, dass die bestehenden Instrumente in Bremen für einen gendersensiblen Umgang an Schulen noch nicht ausreichen. Außerschulische Träger, beispielsweise das Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben‘, müssen bei der Schulaufklärung über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt stärker einbezogen werden. Ich wünsche der betroffenen Person sehr, dass es ihm durch Therapien und Unterstützung von außen gelingt, die erlittenen Verletzungen zu überwinden und gestärkt aus der Sache hervorzugehen!“

Miriam Strunge, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, ergänzt: „Religiöse Haltung darf kein Deckmantel für die seelische Misshandlung von Homo- oder Transsexuellen sein. Von der FEBB erwarte ich, dass sie die lückenlose Aufklärung der Vorfälle unterstützt und bei sich an der Schule einen Kulturwandel hin zur Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt einleitet. An keiner Schule im Land Bremen – egal ob öffentlich oder privat – dulden wir Diskriminierung. Die Regierungsfraktionen haben daher im Haushalt beschlossen, in allen Regionen Bremens und in Bremerhaven Antidiskriminierungsbeauftragte für die Schulen zu schaffen. Diese Stellen müssen nun zügig eingerichtet werden.“


Pressekontakt

Tim Ruland - Pressesprecher

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