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Natürliche Geburten stärken

Koalition bringt hebammengeleiteten Kreißsaal auf den Weg

Viele Schwangere haben den Wunsch möglichst selbstbestimmt, natürlich und ohne medizinische Eingriffe zu entbinden. Gegenwärtig erleben Frauen aber immer seltener eine Geburt ohne ärztliche Intervention. Um das Ziel einer selbstbestimmten und natürlichen Geburt zu stärken hat die rot-grün-rote Regierungskoalition einen Bürgerschaftsantrag eingereicht, mit dem erstmals ein hebammengeleiteter Kreißsaal in der Stadtgemeinde Bremen auf den Weg gebracht werden soll. 

Maja Tegeler, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, begründet den Antrag: „Bremen hat seit Jahren eine konstant hohe Kaiserschnittrate von über 30 Prozent und sogar bei Schwangeren mit niedriger Risikoeinschätzung findet in nur 8 Prozent aller Fälle eine Entbindung ohne ärztlichen Eingriff statt. In Skandinavien und Großbritannien wurde deshalb schon vor knapp 30 Jahren das Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals entwickelt. In diesem Modell arbeiten Hebammen eigenverantwortlich und selbständig innerhalb der geburtshilflichen Abteilungen eines Krankenhauses. Es ist also ein ergänzendes Angebot zum ärztlich geleiteten Kreißsaal. Positive Erfahrungen mit diesem Modell liefert unsere Schwesterstadt. Das städtische Klinikum Reinkenheide in Bremerhaven bewies 2003 großen Pioniergeist und richtete bundesweit den ersten hebammengeleiteten Kreißsaal ein. Alle bislang vorliegenden Evaluationen liefern durchweg positive Ergebnisse. Im Vergleich zum ärztlich geleiteten Kreißsaal werden seltener Geburten eingeleitet, Wehen verstärkende Mittel verabreicht oder Periduralanästhesien gesetzt. Mit diesem Modell wird die Eigendynamik von Geburten stärker respektiert und Schwangere in ihrer Selbstbestimmtheit gestärkt. Wir sehen in einem von Hebammen geleiteten Kreißsaal in Bremen aber auch ein wichtiges Angebot und ein Signal an diesen so wichtigen Berufsstand. Hebammen werden bundesweit händeringend gesucht. Wir sind davon überzeugt, dass ein hebammengeleiteter Kreißsaal ein attraktiver Arbeits- und Studienort für angehende Hebammen und Geburtshelfer ist. Darüber hinaus brauchen Hebammen auch eine bessere Bezahlung und die Sicherstellung des Versicherungsschutzes durch die Krankenhäuser.“

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  1. 6. Dezember 2019 Hebammengeleiteter Kreißsaal für Bremen

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