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LINKE begrüßt neues Stipendium zum Studienstart

Auf seiner heutigen Sitzung hat der Senat das neue Startstipendium für Studierende im ersten Semester auf den Weg gebracht. Damit wird ein Koalitionsantrag umgesetzt, der aus einer Initiative der LINKEN entstand und im März dieses Jahres in der Bürgerschaft beschlossen wurde. Zum kommenden Wintersemester können Studienanfänger:innen so einmalig ein Stipendium in Höhe von 800 Euro beziehen, wenn sie in einer Bedarfsgemeinschaft leben oder selbst Hartz IV oder andere Sozialleistungen beziehen. Mit der Summe soll unter anderem der Semesterbeitrag beglichen werden, der derzeit an den bremischen Hochschulen knapp 380 Euro beträgt. Insgesamt 100.000 Euro werden vom Senat für dieses Stipendium zur Verfügung gestellt.

Miriam Strunge, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, begrüßt die Umsetzung des Bürgerschaftsbeschlusses: „Der Studienanfang kostet viel Geld. Der Semesterbeitrag in Höhe von fast 400 Euro muss aufgebracht werden, oft steht ein Umzug an und ein neuer Laptop für das Studium muss her. Studienanfänger:innen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, haben oft erhebliche Probleme, diese Summen aufzubringen. Der Hartz-IV-Regelsatz und Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz etwa decken diese Posten nicht ab. Auch das Bafög hilft nicht weiter, weil die Kosten entstehen, bevor der Bafög-Bezug beginnt. Entweder entscheiden sich die betroffenen Studienanfänger:innen deshalb gegen ein Studium oder sie und müssen sich verschulden, um sich überhaupt einschreiben zu können. Mit diesem Programm wollen wir eine Förderungslücke schließen und für gerechtere Startchancen zu Studienbeginn sorgen. So vereinfachen wir die Aufnahme eines Studiums für junge Erwachsene aus Bedarfsgemeinschaften erheblich.“

Darüber hinaus stellt der Senat in seinem Beschluss einen weiteren Fonds in Höhe von 750.000 Euro zur Unterstützung von Studierenden zur Verfügung. Aus diesen Mitteln können Studierende 135 Euro für Verwaltungsgebühren und den Studierendenwerksbeitrag zurückerhalten, sofern sie im Wintersemester 2021/22 an einer Bremer Hochschule eingeschrieben sind und BAföG beziehen. Strunge erläutert die Hilfen: „Für viele Studierende ist in der Pandemie der Nebenjob weggefallen. Sie konnten sich im letzten Jahr nur mit Mühe über Wasser halten. Die Mischfinanzierung vieler Studis aus BAföG, Job und Unterstützung der Eltern funktioniert für sie nicht mehr. Der Erlass der Verwaltungskosten und des Studiwerk-Beitrags für die Bezieher:innen von BAföG ist ein wichtiges Signal Bremens, dass wir die Sorgen und Nöte dieser Gruppe in der Krise ernstnehmen. Ich freue mich, dass wir als Koalition hier konkrete Hilfen für Studierende in der Krise organisieren.“


Pressekontakt

Eva Przybyla - Pressesprecherin

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