Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Hohe Ablösesummen im Kinder- und Jugendfußball: Diese Praxis ist absurd!

Einige Amateurfußballvereine in Bremen und Umland verlangen Ablösesummen für ihre Nachwuchsspieler, wenn diese zu anderen Clubs wechseln wollen. In einigen Fällen übernehmen die Eltern diese Zahlungen. Bei Nichtzahlung erfolgt eine Sperre. Das geht aus einem Bericht des Weser-Kurier hervor. Die rechtliche Grundlage dafür bietet die Jugendordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Demnach muss bei einem Vereinswechsel der Stammverein zustimmen. Diese Zustimmung kann auch erkauft werden. Die Summen dafür sind in der Jugendordnung festgelegt und können bis zu 2.500 Euro pro Jugendspieler betragen.

Cindi Tuncel, jugend- und sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kritisiert die Regelung: „Im Amateurbereich sollten Spieler*innen nicht gesperrt werden dürfen, nur weil der neue Verein keine Ablöse an den alten zahlt. Diese Praxis ist absurd! Und es darf erst recht nicht sein, dass Eltern ihre Kinder freikaufen müssen, um die Spieler*innensperre zu umgehen. Wenn es Kindern und Jugendlichen nicht gut geht in einem Klub, müssen sie diesen unkompliziert wechseln können. Selbstverständlich müssen sie vorher fristgerecht aus dem Verein austreten, offene Mitgliedsbeiträge zahlen und geliehene Sportbekleidung zurückgeben. Aber danach müssen sie sich frei entscheiden können. Und wenn ihr Ziel dabei der Verein mit der renommiertesten Nachwuchsförderung ist – na und? Jedes Kind darf selbst entscheiden, wo und wie es spielen möchte.“

Tuncel weiter: „Allgemein geht es im Jugendsport nicht nur um Leistung, sondern auch um Spaß, Persönlichkeitsentwicklung und Zusammenhalt. Das müssen Sportvereine den Kindern und Jugendlichen bieten, statt sich auf skurrile Regelungen für Ablösesummen in der DFB-Jugendordnung zu verlassen. Ich begrüße sehr, dass nun ein Bremer Vereinsvorstand rechtlich gegen diese Statuten vorgehen will.“


Pressekontakt

Eva Przybyla - Pressesprecherin

fon: 0421 - 20 52 97-50
fax: 0421 - 20 52 97-10
mobil: 0176 – 43 28 85 60
eva.przybyla@linksfraktion-bremen.de

Pressemitteilungen der Linksfraktion abonnieren