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Equal Pay Day: Lohnlücke endlich schließen!

Für den heutigen 17. März ist für das Jahr 2020 der ‚Equal Pay Day‘ datiert. Dieses Datum kennzeichnet den Tag, ab dem Frauen aufgrund der ungleichen Bezahlung erst für ihre Arbeit bezahlt werden, während Männer ab dem 1. Januar 2020 entlohnt werden. Der Gender Care Gap beträgt in Deutschland derzeit 52,4 Prozent und zeigt damit an, dass Frauen am Tag durchschnittlich 52,4 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten als Männer. Die ungleiche Bezahlung zwischen Frauen und Männer und der Gender Care Gap bedingen sich gegenseitig, da Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten und im Gegenzug vermehrt unbezahlte Sorgearbeit leisten und umgekehrt.

Maja Tegeler, frauen- und queerpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, ist es wichtig, dass auf dieses Thema immer wieder hingewiesen wird: „Mit einer durchschnittlichen Lohnlücke von 20 Prozent in 2019 ist Deutschland noch immer weit am Ende in Europa. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Bremen mit einer Lohnlücke von 23 Prozent im bundesweiten Vergleich ebenfalls weit hinten und hat sich zu 2018 sogar um einen Prozentpunkt verschlechtert. Die vielfach ins Feld gezogene sogenannte bereinigte Lohnlücke von 7 Prozent ist ein Trugschluss. Dass 15 Prozent der Lohnlücke durch Faktoren wie Art des Berufes, Arbeitszeiten usw. erklärbar sind, macht es nicht besser. Es kommt nicht von ungefähr, dass Berufe, in denen vermehrt Frauen tätig sind, schlechter bezahlt werden. Und der Gender Care Gap zeigt eindrücklich, warum Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten als Männer. Um diese Lohnlücke bewältigen zu können, brauchen wir Maßnahmen in vielen Bereichen, wie eine grundsätzliche Aufwertung von typischen ‚Frauenberufen‘, zielgerichtete Wirtschaftsförderung, mehr Tarifbindungen, ein wirksames Entgeltgleichheitsgesetz, das auch  bei kleinen Unternehmen greift, und mehr Kita-Plätze. Wichtig ist es aber auch, die Benachteiligung queerer Beschäftigter im Blick zu haben, die vielfach statistisch kaum erfasst ist. Und um eine zunehmend egalitäre Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern zu erreichen, müssen auch gesellschaftliche Entwicklungen angestoßen werden, damit Männer mehr Sorgearbeit leisten. Nur so können wir die Ungleichheit und die dahinter liegenden Machtstrukturen wirksam bekämpfen.“


Aufgrund der aktuellen Corona-Situation befinden sich viele Abgeordnete und Mitarbeitende im Home-Office. Über unsere eMail-Adresse info@linksfraktion-bremen.de sind wir zu den allgemeinen Geschäftszeiten erreichbar. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Auf der Website www.bremen.de finden Sie aktuelle Informationen zur Lage in Bremen, wichtige Info-Nummern, angeratene Vorsichtsmaßnahmen und Links zu den zuständigen Ämtern und Stellen. Für Bremerhaven findet sich gleiches hier.

Bleiben Sie gesund und solidarisch, achten Sie bitte auf sich und andere.

Pressekontakt

Tim Ruland - Pressesprecher

fon: 0421 - 20 52 97-50
fax: 0421 - 20 52 97-10
mobil: 0176 – 43 28 85 60
tim.ruland@linksfraktion-bremen.de

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