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In diese Richtung muss es weitergehen: Linksfraktion lobt Fachkräftestrategie

Der Senat hat heute die Fachkräftestrategie 2023 beschlossen. Im Rahmen der Strategie werden ressortübergreifend Maßnahmen und Initiativen umgesetzt, um das Fachkräfteangebot zu stärken und Menschen bessere Zugänge zu Ausbildung und qualifizierter Beschäftigung zu verschaffen.

Ingo Tebje, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Fraktion: „Mit der Fachkräftestrategie 2023 nimmt die rot-grün-rote Landesregierung die Herausforderung an, in einer sich verändernden Arbeitslandschaft sowohl Chancen für Beschäftigte als auch Sicherheit für Betriebe zu gewährleisten. Gerade im Vergleich zur Fachkräftestrategie 2019 wird deutlich, dass die ressortübergreifenden Maßnahmen sehr viel zahlreicher und konkreter geworden sind. Die Liste ist lang: der geplante Ausbildungsfonds, der Qualifizierungsbonus für Beschäftigte, Geringqualifizierte und Umschüler*innen, die Förderprogramme ‚Frauen in IT‘, ‚Perspektive Arbeit für Frauen‘ bzw. ‚Perspektive Arbeit für Menschen mit Migrationshintergrund‘, das Sonderprogramm des Gesundheitsressorts ‚Lehre in der Pflege‘; die flexible Kinderbetreuung für Frauen in Weiterbildung ‚KibA Flex‘, die ‚Qualifizierung on the Job‘ für Erzieher*innen, mit vollem Lohnausgleich und Übernahme der Schulkosten und viele andere mehr.

In diese Richtung muss es weiter gehen! Wenn Beschäftigte sich qualifizieren oder neue Abschlüsse erwerben sollen, dann müssen sie das ohne Einbruch beim Einkommen tun können, ohne Doppel- und Dreifachbelastung. Lohnausgleiche, Kostenfreiheit, gesicherte Kinderbetreuung müssen perspektivisch vom Modellprojekt zum Regelanspruch werden. Der Bremer Senat geht in diese Richtung voran, aber wir erwarten auch von der Bundesregierung, dass sie an entsprechenden Finanzierungskonzepten arbeitet. Gerade bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen oder bei der Anerkennung von Praxiserfahrung als gleichberechtigte Zugangsqualifikation muss der Bund entweder neue Regelungen schaffen oder die Kompetenzen den Ländern überlassen.

Auch einige Ungleichgewichte fallen auf. Die Hochschule Bremen geht mit neuen Studiengängen voran, die auf die Veränderungen der Arbeitswelt antworten: Energietechnik, digitale Angebote im Maschinenbau, Palliativpflege, nachhaltiges Wirtschaften. Auch die Stärkung des offenen Hochschulzugangs richtet sich vor allem auf die Hochschulen. Die Einbeziehung der Universität in die Fachkräftestrategie könnte dagegen stärker ausfallen. Das gilt schon deshalb, weil es einen hohen Bedarf an wissenschaftlicher Begleitung gibt. Denn in vielen Bereichen sind die Berufsbilder noch gar nicht klar, die sich im Zuge der Transformation herausbilden werden. Hier liegen wichtige Potenziale für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Ausbildungsförderung, Arbeitsmarktpolitik und Unternehmen.“

Pressekontakt

Eva Przybyla - Pressesprecherin

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