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Anerkennung des Völkermordes an den Jesid*innen: Endlich politische Gerechtigkeit!

Heute hat der Bundestag den Völkermord an den Jesid*innen durch den sogenannten Islamischen Staat im Jahr 2014 offiziell als Genozid eingestuft. Vor neun Jahren wurden zehntausende Angehörige der jesidischen Religion im kurdischen Teil Nordiraks ermordet, vergewaltigt, versklavt und vertrieben.

Cindi Tuncel, jesidischer Abgeordneter und Sprecher für Internationales der Bremer Linksfraktion, kommentiert: „Heute ist ein historischer Tag für die jesidische Gemeinschaft, für den ich mich bei allen demokratischen Fraktionen und Unterstützer*innen der Initiative bedanken möchte. Die offizielle Einstufung der terroristischen Verbrechen als Völkermord kann zwar die Wunden der Opfer und Hinterbliebenen nicht heilen, aber immerhin endlich für politische Gerechtigkeit sorgen.

Wir erwarten, dass nun die deutsche Justiz konsequent die Beteiligung an den Taten des sogenannten Islamischen Staates als Völkermord einstuft und anklagt.

In der jesidischen Region des Iraks sind die Grauen noch immer allgegenwärtig, es fehlt an Wiederaufbauhilfen und effektivem Schutz der dort lebenden Menschen vor weiteren Angriffen etwa durch die türkische Regierung. Die internationale Gemeinschaft muss endlich dafür sorgen, dass jesidisches Leben in der Region anerkannt und bewahrt wird. Dazu gehört auch, den insbesondere im syrischen Rojava inhaftierten internationalen IS-Verbrechern unter Aufsicht des internationalen Strafgerichtshofs den Prozess zu machen.“

Cindi Tuncel und die Bremer Linksfraktion setzen sich seit Langem für den Schutz und Anerkennung jesidischer Menschen ein. Ein von der Bürgerschaft beschlossener Antrag zum Thema aus dem Jahr 2014 findet sich hier.

Pressekontakt

Eva Przybyla - Pressesprecherin

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