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Klimaneutrale Wärmeversorgung vorantreiben!

Pressemitteilung von Ingo Tebje, klimapolitischer Sprecher der Fraktion, zum Positionspapier der Linksfraktion. „Eine Wärmewende ist notwendig, um Bremens CO2-Emissionen bis 2030 um 80 Prozent zu senken.“:

Besonders in der kalten Jahreszeit ist sie unverzichtbar: Wärme. Nur klimaneutral ist die Heizungswärme bundesweit sowie in Bremen noch lange nicht: Lediglich 14,5 Prozent der Wärmeversorgung in Deutschland werden aus erneuerbaren Energien gewonnen. In Bremen entsteht Fernwärme etwa bisher ausschließlich bei der Kohle- und Müllverbrennung. Dazu verbrauchen Bürger*innen noch immer viel Wärme, da sie durchschnittlich größere Wohnungen bewohnen als noch 1990 – eine Ursache dafür, dass sich die CO2-Emissionen der Haushalte in den vergangenen Jahren kaum verändert haben. Außerdem geht viel Wärme verloren, weil viele Häuser nicht ausreichend gedämmt bzw. saniert sind. Gerade einmal bei 2 bis 2,5 Prozent liegt die Sanierungsrate der öffentlichen Wohnungsgesellschaften in Bremen. Private Wohnungsträger investieren noch weniger in die Wärmesanierung ihrer Gebäude.

Die Fraktion DIE LINKE fordert deshalb eine „Wärmewende“ und hat dazu nun ein Positionspapier verabschiedet.

Ingo Tebje, klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, dazu: „Eine Wärmewende ist notwendig, um Bremens CO2-Emissionen bis 2030 um 80 Prozent zu senken. Dafür müssen wir Gebäude sanieren, die Wärmeproduktion auf erneuerbare Energien umstellen und Fern- sowie Nahwärmenetze ausbauen. Die Kommunen Bremen und Bremerhaven sollten etwa in den Ausbau von klimaneutralen Wärmenetzen investieren. Damit die swb, die derzeit Bremen allein mit Fernwärme versorgt, wirklich mehr Anschlüsse schafft, müssen wir über eine Teilrekommunalisierung nachdenken. Zudem braucht es mehr Energieversorgergesellschaften vor Ort, die Klimaneutralität fördern wollen. Das könnten kommunale Gesellschaften sein, die etwa Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie bei Wohnungsbaugesellschaften vorantreiben.“

Tebje betont die soziale Ausgestaltung der Wärmewende: „Wärme-Sanierungen dürfen weder für Mieter*innen noch für private Wohnungseigentümer*innen zu teuer sein. So sollten wir sanierungsbedingte Mietsteigerungen für Mieter*innen mit kleinen Einkommen mit einem Landeszuschussprogramm verhindern. Für private Eigentümer*innen, insbesondere Rentner*innen, muss es staatliche Bürgschaften oder -kredite für Sanierungen geben.“

Das Positionspapier ‚Klimaneutrale Wärmeversorgung vorantreiben!’ mit diesen und weiteren Forderungen finden Sie hier.

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