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Quelle: www.pixabay.com/de

Anonyme Gesundheitskarte

Die medizinische Versorgung aller hier lebenden Menschen ist ein wesentlicher Aspekt des Sozialstaatsprinzips und der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dennoch gibt es eine nicht unbedeutsame Anzahl von Personen, die dieses Recht nicht oder nicht in einem angemessenen Umfang wahrnehmen können oder dürfen. Gemeint sind hierbei schätzungsweise über 4.000 papierlosen Personen, die aufgrund fehlender Aufenthaltstitel nicht sozialversichert sind, darunter auch Kinder und Schwerkranke.

Die medizinische Versorgung aller hier lebenden Menschen ist ein wesentlicher Aspekt des Sozialstaatsprinzips und der damit verbundenen öffentlichen Daseinsvorsorge.

Dennoch gibt es eine nicht unbedeutsame Anzahl von Personen, die dieses Recht nicht oder nicht in einem angemessenen Umfang wahrnehmen können oder dürfen.

Gemeint sind hierbei schätzungsweise über 4.000 papierlosen Personen, die aufgrund fehlender Aufenthaltstitel nicht sozialversichert sind, darunter auch Kinder und Schwerkranke.

Um diese Not zu lindern, richtete der Bremer Senat im Jahr 2009 die Humanitäre Sprechstunde ein. Diese bietet eine kostenfreie Basisversorgung an und wird auf Wunsch anonym durchgeführt. Dort können Menschen ohne Papiere Arzt*innen aufsuchen oder eine Überweisung für entsprechende Facharzt*innen bekommen. Zehn Jahre Praxiserfahrung der Bremer Gesundheitsämter deuten jedoch darauf hin, dass nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Für einige fachärztlichen Bereiche kann nach wie vor eine Behandlung nicht flächendeckend sichergestellt werden. Das jetzige Abrechnungssystem ist kompliziert und aufwändig.

Um die bestehenden gesundheitlichen Versorgungslücken zu schließen, ist die Erweiterung des sogenannten Bremer Modells für Papierlose anzustreben. Mit einem Antrag soll die Bürgerschaft den Senat unter anderem auffordern, ein Konzept zu erstellen, wie die fachärztliche Versorgung von Papierlosen sichergestellt und ihre weitgehende Integration in die Regelversorgung gewährleistet werden kann.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den kompletten Antragstext einsehen möchten.

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