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Freiheit braucht Freunde – Städtepartnerschaft mit Kobanê

Antrag der Fraktion DIE LINKE:

Seit dem 26. Januar 2015 ist Kobanê befreit. Über vier Monate hinweg ist Kobanê weltweit zu einem Symbol des Widerstands und der Hoffnung geworden. Auch in Bremen hat sich eine aktive, breite Solidarität mit Kobanê entwickelt. Dies kann die Grundlage sein, die Unterstützung auch in Form einer Städtepartnerschaft fortzuführen.

In den letzten Wochen haben Menschen in Bremen in eindrucksvoller Weise öffentlich gegen Rassismus und Ausgrenzung, für Toleranz und Pluralität demonstriert, sie haben Fanatismus, Gewalt und der Gleichschaltung des Denkens eine klare Absage erteilt. Der Kampf um Kobanê, der die Milizen des IS zurückgeschlagen und den Mythos ihrer Unbesiegbarkeit gebrochen hat, hat diese Haltung zum Ausdruck gebracht.

Nach den monatelangen Kämpfen wird der Wiederaufbau Kobanês schwierig und mühsam sein. Bremerinnen und Bremer haben gezeigt, dass sie den Menschen in den umkämpften Gebieten im Nordirak und in Syrien helfen können und wollen – eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen ist bereits aktiv geworden, mit Kundgebungen und Veranstaltungen ebenso wie mit praktischer Hilfe.

Freiheit braucht Freundinnen und Freunde. Eine Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Kobanê wäre ein weithin sichtbares Zeichen, dass Solidarität nicht endet, wenn die großen Schlagzeilen vorbei sind.

Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) möge beschließen:

1. Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) bittet den Senat, Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Kobanê zu prüfen.
2. Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) bittet den Senat, die bislang in der Solidarität mit den Menschen in Syrien und Nordirak gemeinsam tätigen Initiativen zu einem Gespräch über eine mögliche Städtepartnerschaft einzuladen.
3. Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) bittet den Senat, ihr zeitnah zu berichten.

Cindi Tuncel, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE.