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100 Jahre Erster Weltkrieg – ein Zeichen gegen Nationalismus und Krieg setzen: Ehrenbürgerwürde für Ludwig Quidde

Antrag der Fraktion DIE LINKE:

Mit Ludwig Quidde soll eine Bremer Persönlichkeit geehrt werden, die sich nicht nur im Ersten Weltkrieg gegen Nationalismus und Krieg engagiert hat.

Quidde, 1858 in Bremen geboren, wurde 1927 mit dem Friedensnobelpreis für sein engagiertes Wirken für Frieden und Völkerverständigung gewürdigt. Er war Historiker und Philosoph, Herausgeber und Politiker in verschiedenen linksliberal-republikanischen Parteien und Organisationen. 

Ludwig Quidde stand bereits Ende des 19. Jahrhunderts vehement im Widerspruch zum Antisemitismus und Militarismus sowie der monarchistischen Herrschaft seiner Zeit. Als einer der wenigen widersetzte er sich dem mörderischen Ersten Weltkrieg von Anfang an und stand später, emigriert in die Schweiz, an der Seite des antifaschistischen Widerstands gegen die Nazis. 1941 verstarb Quidde an einer Lungenentzündung. In Bremen erinnert nur wenig an Ludwig Quidde. Eine kleine Straße in Hastedt trägt seinen Namen.

Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, posthum die Ehrenbürgerschaft an Ludwig Quidde zu verleihen und seine Rolle öffentlich stärker zu würdigen.

Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE.