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Vorschlag für Azubi-Mindestvergütung bleibt weiter hinter den Bedarfen zurück

Presseerklärung von Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion, zur Diskussion auf Bundesebene um die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung:

Auf Bundesebene wird derzeit die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung diskutiert, gestern stellte die zuständige Ministerin Anja Karliczek ihre Pläne dazu vor.

Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert die Pläne aus Bremer Sicht: „Die in Berlin vorgestellten Pläne sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Bezahlung der Azubis wird so endlich von der Willkür der Arbeitgeber abgekoppelt. Die vorgeschlagene Höhe von 515 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr ist aber eine Frechheit. Hiervon kann keine Auszubildende ihren Lebensunterhalt bestreiten oder die immer höheren Mieten in Bremen bezahlen. Wir fordern daher mindestens 750 Euro Ausbildungsvergütung.“

Strunge weiter: „In Bremen gibt es aber insbesondere das Problem, dass viele Ausbildungsplätze in den letzten Jahren vor allem im schulischen Bereich geschaffen wurden, beispielsweise bei den Erzieher*innen. Diese sind meist ohne jede Vergütung, für diese jungen Erwachsenen ändert sich nichts. Auch diese Ausbildungen müssen endlich vergütet werden. Jugendliche dürfen nicht länger zu Bittsteller*innen bei Eltern oder Ämtern werden, um Miete oder Essen bezahlen zu können. Ihnen muss unabhängig vom gewählten Ausbildungsweg der Lebensunterhalt auskömmlich finanziert werden.“

Strunge moniert darüber hinaus, dass der Bremer Senat beim Thema der schulischen Ausbildungen aber immer noch weit hinter seinen eigenen Versprechungen zurückbleibt: „In den Haushaltsberatungen vor zwei Jahren hatte der Senat angekündigt, dass in den therapeutischen Berufen endlich Schulgeldfreiheit eingeführt werden soll. Bis heute ist dieses Versprechen nicht umgesetzt und für die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie herrscht immer noch große Unklarheit, wie es weitergehen soll. Der Senat muss hier die Schulgeldfreiheit endlich umsetzen und einen Weg finden, die bezahlten Gebühren der letzten Monate zurückzuerstatten.“