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Nur Herstellerabgabe wird Zuckeranteil in Lebensmitteln effektiv senken

Presseerklärung von Olaf Zimmer, Sprecher für Verbraucher*innenschutz der Fraktion:

Gestern veröffentlichte das Max-Rubner-Institut die Ergebnisse einer Untersuchung von Zuckergehalten in Getränken und Lebensmitteln – mit dem Fokus auf Produkte für Kinder. Verglichen wurden in der Untersuchung Produkte aus den Jahren 2016 und 2018 mit denen aus 2019. Das Ergebnis: Zwar reduzierte sich in manchen Produkten der Zuckeranteil minimal, insgesamt steckt in zahlreichen Produkten weiterhin deutlich mehr Zucker, als die WHO empfiehlt, insbesondere in Produkten für Kinder.

Olaf Zimmer, Sprecher für Verbraucher*innenschutz der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Das Prinzip der freiwilligen Zuckerreduktion ist gescheitert. Es wäre von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner fahrlässig, wenn sie dabei bleiben würde. In Deutschland wird viel zu viel Zucker konsumiert, im Schnitt 90 Gramm pro Tag pro Person. Die WHO hingegen empfiehlt weniger als 50 Gramm pro Tag. Diese Grenze ist bei den unzähligen Produkten mit hohen Zuckergehalten kaum einzuhalten. Die Zucker- und Lebensmittelindustrie spekuliert darauf, dass Zucker als Suchtmittel funktioniert. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass gerade Produkte für Kinder häufig noch mehr Zucker enthalten. Eine effektive Zuckerreduktion in Lebensmitteln kann also nur funktionieren, wenn wir den Weg der Freiwilligkeit verlassen und eine Herstellerabgabe oder Steuern auf gesüßte Getränke und Lebensmittel einführen. In Großbritannien gibt es seit genau zwei Jahren eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke. Der Zuckergehalt ist seitdem in diesem Produktbereich massiv gesunken. Ich bin froh, dass der Senat bereits seit Januar damit beauftragt ist, sich auf Bundesebene für eine Herstellerabgabe einzusetzen.“


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