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Gebetsrufe zu Beginn und zum Ende des Ramadans

Presseerklärung von Olaf Zimmer, religionspolitischer Sprecher der Fraktion, zur Corona-Situation:

Am 23. April beginnt der Fastenmonat Ramadan, eine wichtige Zeit für gläubige Muslim*innen. Während der SARS-CoV-2-Pandemie wird der Ramadan – ebenso wie Ostern – nun gänzlich anders verlaufen. Das traditionelle Iftār, das Fastenbrechen an jedem Abend des Ramadans, wird nicht wie sonst in großer Runde stattfinden können. Auf Antrag von Moscheegemeinden hat der Beirat Gröpelingen sich in einem Beschluss dafür ausgesprochen, dass in diesem Jahr zu Beginn und zum Ende des Ramadans in den Moscheen der Gebetsruf ermöglicht werden soll.

Olaf Zimmer, religionspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, begrüßt den Beschluss in Gröpelingen: „Auch für Religionsgemeinschaften ändert sich im Zuge der Corona-Krise alles. Dies haben Christ*innen an Ostern bereits schmerzlich gespürt, Muslim*innen werden diese Veränderungen besonders während des Ramadans spüren. Das gemeinsame Gebet, das Treffen in den Gemeinderäumen und das allabendliche Fastenbrechen wird aller Voraussicht nach entfallen und damit wesentliche Bestandteile des religiösen Lebens. Während der Ostertage haben viele Christ*innen das Glockenläuten als hilfreich empfunden. In vielen deutschen und europäischen Städten ist es auch den muslimischen Gemeinden gestattet, zumindest während des Ramadans öffentlich zum Gebet zu rufen. Ich würde mich freuen, wenn nun auch in Bremen den Moscheen ermöglicht wird, dass sie zu Beginn und zum Ende des Ramadans zum Gebet aufrufen können. In solchen Zeiten brauchen die Menschen auch solche kleinen Signale, die ihnen Halt geben. Dass der Magistrat in Bremerhaven diesem Ansinnen bereits eine Absage erteilte, kann ich nicht nachvollziehen.“


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