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Cindi Tuncel

Wiederaufbau und Schutz nötig – Cindi Tuncel zum fünften Jahrestag des Genozids an den Jesiden in Shingal

Am 3. August 2014 begann der sog. Islamische Staat mit dem Völkermord an den Jesiden in der nordirakischen Region Shingal. Zehntausende wurden dabei ermordet, Frauen und Kinder verschleppt und versklavt. Nach jahrelangem Häuserkampf und massiven Luftangriffen der USA gegen die Jihadisten liegt die Stadt Shingal noch immer in Trümmern, die Versorgungslage ist äußerst angespannt. Zehntausende Jesiden müssen nach wie vor in Camps leben und viele Frauen befinden sich weiter in Gefangenschaft.

Am 3. August 2014 begann der sog. Islamische Staat mit dem Völkermord an den Jesiden in der nordirakischen Region Shingal. Zehntausende wurden dabei ermordet, Frauen und Kinder verschleppt und versklavt. Nach jahrelangem Häuserkampf und massiven Luftangriffen der USA gegen die Jihadisten liegt die Stadt Shingal noch immer in Trümmern, die Versorgungslage ist äußerst angespannt. Zehntausende Jesiden müssen nach wie vor in Camps leben und viele Frauen befinden sich weiter in Gefangenschaft.

Cindi Tuncel jesidischer Abgeordneter der Linksfraktion: „Die Weltöffentlichkeit darf den Genozid in Shingal nicht vergessen. Das schlimmste Kriegsverbrechen des sog. IS richtete sich gezielt gegen die religiöse Minderheit der Jesiden und darunter gegen besonders schutzlose Personen, die Ermordung und Verfolgung war systematisch. Nach der UNO sollte darum auch der Deutsche Bundestag diese Verbrechen endlich als Genozid einstufen und sich für ein internationales Kriegsverbrechertribunal gegen IS-Jihadisten in Syrien und dem Irak einsetzen. Ebenso wichtig sind logistische Hilfe beim Wiederaufbau, medizinische und psychologische Unterstützung der traumatisierten Bevölkerung. Die Menschen in Shingal brauchen Schutzgarantien vor weiteren Angriffen.“

Tuncel weiter: „Baden-Württemberg hat ein spezielles Aufnahmeprogramm für jesidische Frauen aufgelegt und 1.000 von ihnen die Einreise ermöglicht. So konnte auch die spätere Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad aus dem Shingal-Gebiet sicher nach Deutschland kommen. Deshalb ist es wichtig, dass die neue Bremer Landesregierung ein Landesaufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder, die Opfer von Missbrauch und Menschenhandel durch den IS geworden sind, umsetzen will“.

Am Samstag den 3. August erinnert das Ezidische Kulturzentrum in Bremen e.V. um 14 Uhr vor der Bürgerschaft an den fünften Jahrestag des Genozids.

 

rede


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