Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

VERA 8-Bildungsstudie: Schulen in armen Quartieren in den Mittelpunkt!

Presseerklärung von Miriam Strunge, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, zu den aktuellen Ergebnissen des landesweiten Bildungsmonitorings: „Es gab keine zusätzlichen Leistungseinbrüche durch die Pandemie. Hier bestätigt sich unser Bremer Weg mit viel Präsenzunterricht und möglichst offenen Schulen.“

Am Mittwoch hat die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung aktuelle Ergebnisse des landesweiten Bildungsmonitorings VERA 8 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind ernüchternd: 60 Prozent der Achtklässler*innen im Land Bremen erreichen im Fach Mathematik den Mindeststandard nicht. Sie beherrschen am Ende der 8. Klasse also oft noch nicht einmal die Grundrechenarten sicher.

Die Ergebnisse unterscheiden sich dabei stark nach Stadtteilen und zeigen, wie sehr der Bildungserfolg in Bremen vom sozialen Status der Eltern abhängt. Während in den armen Quartieren sogar 73 Prozent der Kinder den Mindeststandard nicht erreichen, gilt dies in den wohlhabenden Vierteln nur für 35 Prozent. Im Vergleich zur letzten Bildungserhebung aus dem Jahr 2018 zeigen sich insgesamt leichte Verbesserungen, aus denen sich aber noch kein Trend ableiten lässt. Deutlich ist zumindest, dass die Corona-Pandemie mit Distanz- und Wechselunterricht keine Leistungseinbrüche in Mathematik verursacht hat.

Im Rahmen des Bildungsmonitorings VERA 8 wurden im Frühjahr alle Achtklässler*innen im Land Bremen im Fach Mathematik getestet.

Miriam Strunge, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Bremen, kommentiert die Ergebnisse des Monitorings: „Die Bildungsrückstände in den armen Quartieren in Bremen und Bremerhaven sind weiterhin erschreckend, da lässt sich nichts beschönigen. Zwar haben sowohl die Vorgängerregierung als auch unsere Koalition bereits Maßnahmen ergriffen, um die Schulen in diesen Ortsteilen gezielt zu stärken. Aber offensichtlich reichen diese Programme noch nicht aus. Wir müssen hier noch verstärkt mit zusätzlichem Personal und neuen Förderinstrumenten eingreifen. Dafür muss der Bildungsetat in den laufenden Haushaltsverhandlungen noch einmal sichtbar aufgestockt werden.

Gleichzeitig erwarte ich von der neuen Bildungssenatorin, dass sie bestehende Mittel für die armen Quartiere zeitnah abruft und geplante und ausfinanzierte Stellen auch besetzt. Sowohl im Haushalt als auch im Bremen-Fonds sind ab diesem Sommer Gelder für Doppelbesetzungen an Grundschulen in benachteiligten Stadtteilen vorgesehen. An diesen Schulen könnte also schnell zusätzliches Personal helfen.“

Strunge macht sich Sorgen über die Berufsaussichten der Achtklässler*innen: „Wer am Ende der achten Klasse noch nicht sicher rechnen kann, wird es sehr schwer haben auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Es reicht daher nicht, nur die Grundschulen zu stärken und so mittelfristig sozusagen ‚von unten‘ den Bildungserfolg aufzubauen. Wir werden in der Koalition zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, die schon jetzt eine bessere Vorbereitung auf den Schulabschluss am Ende der 10. Klasse ermöglichen.“

Etwas erleichtert zeigt sich Strunge jedoch darüber, dass das Ergebnis von VERA 8 keine zusätzlichen Leistungseinbrüche durch die Pandemie zeigt: „Hier bestätigt sich unser Bremer Weg mit viel Präsenzunterricht und möglichst offenen Schulen. Diesen Kurs wollen wir auch nach den Sommerferien fortsetzen. Dafür ist es wichtig, mit Tests, Lüften, Luftfiltern und – je nach Lage der Pandemie – mit Masken eine sichere Schulumgebung zu schaffen. Dennoch: Selbst wenn es keinen großflächigen Leistungseinbruch gab, wissen wir von den vielen individuellen Problemen bei Kindern und Jugendlichen. Für sie wird es im kommenden Schuljahr gezielte Unterstützungsangebote geben.“


Aktuelleste parlamentarische Initiativen


Fritz-Piaskowski-Bad zukunftssicher erneuern

Anfrage in der Fragestunde der Fraktion DIE LINKE: Weiterlesen

Zurück