Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Rassismus ist allgegenwärtig und muss bekämpft werden!

Presseerklärung von Cindi Tuncel, migrationspolitischer Sprecher der Fraktion, und Sofia Leonidakis, Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion, anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März 2021. „Rassismus ist allgegenwärtig und noch immer sind rassistische Ansichten in weiten Teilen unserer Gesellschaft verbreitet.“

Am kommenden Sonntag, den 21. März 2021, findet in Gedenken an das Massaker von Sharpeville der Internationale Tag gegen Rassismus statt.

Anlässlich des UN-Tages mahnt Cindi Tuncel, migrationspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Rassismus wird nicht nur bei Terroranschlägen in Hanau und Halle sichtbar. Rassismus ist allgegenwärtig und noch immer sind rassistische Ansichten in weiten Teilen unserer Gesellschaft verbreitet. Er beeinflusst Werdegänge von Kindern und Jugendlichen, wenn ihnen im Alltag deutlich gemacht wird, dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft nicht dazugehören oder ‚anders‘ sind. Rassifizierte Schüler:innen erhalten trotz guter Noten seltener eine Gymnasialempfehlung. Die Suche nach Plätzen an Universitäten oder in Ausbildungsbetrieben, nach Arbeitsplätzen und Wohnungen ist für von Rassismus betroffene Menschen in diesem Lande schwieriger.“

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ergänzt: „Nicht zuletzt der Skandal bei der Bremer Feuerwehr hat erneut deutlich gemacht, dass Rassismus auch vor Behörden und staatlichen Institutionen nicht Halt macht. Institutioneller Rassismus ist nicht nur so fatal, weil der Staat und seine Institutionen Vorbildcharakter bei der Beachtung von Antidiskriminierungs- und Gleichheitsgrundsätzen haben. Er ist für die Betroffenen auch besonders eklatant, weil er oft mit einer strukturellen Machtposition einhergeht: mit dem staatlichen Gewaltmonopol, mit der Entscheidungsbefugnis über staatliche Leistungen oder Schulnoten.“

Tuncel ergänzt: „Deshalb müssen die Bemühungen für einen diverseren öffentlichen Dienst intensiviert werden, genauso für die Stärkung der Betroffenenrechte mit unabhängigen Meldestellen, Prävention, verpflichtende rassismuskritische Weiterbildungen und die bessere Durchsetzung von Diskriminierungsverboten.“

Leonidakis abschließend: „Fünf Jahre nach Abschluss des EU-Türkei-Deals muss konstatiert werden, dass auch das Grenzregime, das von der Bundesregierung mit ausgehandelt wurde, Teil einer rassistischen Weltordnung ist. Menschen- und Geflüchtetenrechte lassen sich nicht auslagern, nicht nach Lesbos und schon gar nicht auf despotische Staaten wie die Türkei, Libyen oder den Sudan!“


Aktuelleste parlamentarische Initiativen


Schwimmen nur mit Kreditkarte?

Anfrage in der Fragestunde der Fraktion DIE LINKE Weiterlesen


Gewalt gegen Israel beenden – Antisemitismus in Deutschland und Bremen ächten

Dringlichkeitsantrag der Fraktionen der CDU, der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und der FDP: Weiterlesen

Zurück