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Neuer Plan für die Jacobs-Uni erfüllt zentrale Kriterien

Presseerklärung von Klaus-Rainer Rupp, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, und Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, zu den neuen Investoren, die die Jacobs University Bremen (JUB) in einen Campus für Künstliche Intelligenz (KI) umbauen wollen:

Neue Investoren wollen die Jacobs University Bremen (JUB) in einen Campus für Künstliche Intelligenz (KI) umbauen. Dabei handelt es sich um ein Konsortium des deutschen Software-Konzerns SAP zusammen mit dem chinesischen Software-Unternehmen Neusoft sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Am Dienstag hat der Senat beschlossen, dass ebendiesem Konsortium mit dem Titel „Hanse AI Campus“ die Geschäftsanteile der Jacobs Foundation an der Uni zum Ende des laufenden Jahres übertragen werden sollen.

Das Konsortium will den Uni-Campus ab 2021 in Grohn neu auf den Schwerpunkt KI ausrichten und die Zahl der Studierenden auf 3.000 verdoppeln. Dafür kündigten die Unternehmen und das DFKI an, Mittel in zweistelliger Millionenhöhe in den Ausbau der Wohnplätze und der Informatikausrüstung, der Labore sowie der Büroräume zu investieren.

Klaus-Rainer Rupp, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kommentiert diesen Schritt: „Der Plan des Konsortiums erfüllt viele unsere Kriterien: Bremen wird endlich kein Geld mehr in die Jacobs University stecken müssen. Das neue Geschäftsmodell scheint deutlich seriöser als das der JUB. Außerdem setzt allein SAP in einem Jahr zweistellige Milliardenbeträge um – die finanzielle Sicherheit ist somit gegeben. Zudem kommen die Grundstücke der Hochschule in öffentliche Hand und werden in Erbpacht vergeben – sie sind so sicher vor Spekulationen. Die Studierenden können zu Ende studieren, die Beschäftigten an der JUB werden von den neuen Betreibern übernommen. Die Grundstücke des Oeversberg können voraussichtlich weiter von lokalen Vereinen genutzt werden. Auch für den Wirtschaftsstandort Bremen-Nord ist der KI-Campus durchaus vielversprechend. Der Wermutstropfen: Das Gelände wird für 99 Jahre an das Konsortium verpachtet und steht so nicht für die Ansiedlung oder Entwicklung einer öffentlichen Bildungseinrichtung zur Verfügung.“

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, dazu: „Wichtig ist, dass die geplante KI-Hochschule die öffentliche Forschungslandschaft in Bremen sinnvoll ergänzt. Gerade im Bereich KI ist auch die Uni stark und kann von diesem Projekt ebenfalls profitieren.“


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