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Miriam Strunge

Geflüchtete Jugendliche brauchen mehr Zeit zum Lernen

Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion, zur Senatsantwort bezüglich Vorkursen in Schulen:

Auch dieses Jahr hat die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft beim Senat abgefragt, wie viele Geflüchtete derzeit an Bremer Schulen unterrichtet werden, wie groß die Lerngruppen sind und ob die Jugendlichen mit einem Schulabschluss aus dem Bildungssystem entlassen werden. Eine Entwicklung ist dabei besonders auffällig: Die Zahl der Jugendlichen, die die Kurse an den Berufsschulen mit einem Schulabschluss verlassen, ist deutlich gesunken. So erreichten im Sommer 2017 noch etwas über 70 Prozent der Jugendlichen die Berufsbildungsreife, im Sommer 2018 waren es nur noch 52 Prozent. Ein Drittel der Jugendlichen geht stattdessen mit einem Zeugnis ab, das ihnen nur die erfolgreiche Teilnahme an den Sprachkursen bescheinigt, dies ist aber kein regulärer Schulabschluss. Nur ein geringer Anteil der Jugendlichen bekommt die Chance, den Kurs zu wiederholen und ein Jahr später den Schulabschluss abzulegen.

Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, sieht diese Entwicklung mit Besorgnis: „Ohne Schulabschluss ist es in Deutschland praktisch unmöglich, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Es muss daher das oberste Ziel sein, alle jugendlichen Geflüchteten zu einem solchen zu führen. Dass das Bremer Bildungssystem im letzten Sommer über 250 Jugendliche ohne Abschluss und nur mit einer kaum aussagekräftigen Teilnahmebescheinigung in den Arbeitsmarkt entlassen hat, ist ein Riesenproblem. Der Senat war regelmäßig aus den Berufsschulen gewarnt worden, dass der zweijährige Kurs zu kurz ist, um alle Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss zu führen. Es ist mir unverständlich, warum der Senat nicht auf diese Stimmen gehört hat.“

Strunge fordert daher, dass jetzt schnell umgesteuert werden muss: „Geflüchtete Jugendliche brauchen mehr Zeit zum Lernen. Die Kursdauer muss daher flexibel auf die Bedürfnisse der jungen Geflüchteten angepasst werden und den Abschluss je nach Leistungsstand der Jugendlichen nach zwei oder drei Jahren ermöglichen. Die Praxis, einen großen Teil der Jugendlichen ohne Abschluss zu entlassen, muss beendet werden. Nur so lässt sich Arbeitslosigkeit vermeiden. Für die Jugendlichen, die jetzt schon aus der Schule raus sind, müssen außerdem Gelegenheiten geschaffen werden, den Schulabschluss nachzuholen. Dafür brauchen wir mehr Plätze an den Erwachsenenschulen in Bremen und Bremerhaven, denn diese müssen leider jedes Jahr lernbegierige Geflüchtete ablehnen.“

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