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Miriam Strunge

LINKE fordert vom Senat konkrete Maßnahmen, um Frauen in der Kultur zu fördern

Presseerklärung von Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, zur Senatsantwort auf die Großen Anfrage der LINKEN zur Frauenförderung in der Kultur:

Mit einer Großen Anfrage zur Frauenförderung in der Kultur hat sich DIE LINKE an den Bremer Senat gewandt, nun liegen die Antworten hierzu vor. Der Senat hat eine umfangreiche Übersicht vorgelegt, welche Maßnahmen zur Unterstützung von Frauen im Kultursektor der Stadt existieren. Außerdem beinhaltet die Antwort Statistiken, wo wie viele Frauen in den Kulturbetrieben arbeiten oder wie ihr künstlerisches Schaffen gefördert wird.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert die Senatsantwort: „Der Senat hat im Bereich der Frauenförderung im Kultursektor schon einiges auf den Weg gebracht, Frauen sind dort heute besser repräsentiert als noch vor zehn Jahren. Das ist erfreulich und es ist schön zu sehen, wie viel spannende Kunst und Kultur in Bremen von Frauen produziert wird. Gleichzeitig bleibt aber auch noch einiges zu tun. Nach wie vor werden mehr Anträge zur Förderung von Kulturprojekten von Männern gestellt. Um dies zu ändern, muss vor allem bei der Nachwuchsarbeit angesetzt werden. Der Senat verspricht zwar ein Förderkonzept für Frauen in der Kultur, das ist aber noch unkonkrete Zukunftsmusik. Bremen braucht eine systematische, fest verankerte und auskömmlich finanzierte Nachwuchsförderung von Künstlerinnen. Hier sehe ich schnellen Handlungsbedarf bei der Kulturbehörde.“

Fragen hat Strunge auch zum Umgang mit den etablierten Kulturinstitutionen im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit: „Mich hat sehr verwundert, dass Frauenförderung nicht Gegenstand der sogenannten Zielvereinbarungen zwischen der Stadt Bremen und den Theatern, Orchestern und Museen ist. Bei diesen Institutionen gibt es die meisten Arbeitsverhältnisse im Kulturbereich, es wäre unbedingt notwendig, sie durch den Senat zur Frauenförderung zu verpflichten. Ich weiß, dass hier bereits viel freiwillig geschieht, diese positiven Fortschritte sollten aber fest verankert werden.“

Strunge will nicht nur die Arbeitsverhältnisse und den Anteil von Frauen in der Kulturförderung in den Blick nehmen: „Wir sollten uns auch anschauen, welche Inhalte wir auf den Bühnen und in den Ausstellungen präsentieren. Derzeit ist es beispielsweise so, dass zwar mehrheitlich Frauen in den Theatern und Orchestern arbeiten, diese aber vor allem Stücke von Männern aufführen. Hier muss ein radikaler Richtungswechsel stattfinden. Von öffentlich geförderten Institutionen erwarte ich, dass sie sich aktiv für die Entdeckung der Werke von Frauen einsetzen. Dies könnte beispielsweise durch die gezielte Vergabe von Kompositionsaufträgen an Frauen gelingen, um so einen Bruch mit dem männlich dominierten Kanon im Kunstbetrieb herbeizuführen.“


Die Antworten des Senats auf die Große Anfrage ‚Frauenförderung in der Kultur‘ der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft (Drucksache 19/932 S) finden Sie hier.

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