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LINKE beantragt: Die Schulgeldfreiheit in den therapeutischen Gesundheitsberufen muss für alle gelten!

Presseerklärung von Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion, zum Schulgeld für Auszubildene Physio- und Ergotherapeut*innen sowie Logopäd*innen:

„Über den Fachkräftemangel bei Physio- und Ergotherapeut*innen sowie Logopäd*innen klagen und gleichzeitig die Ausbildung durch hohes Schulgeld belasten, macht keinen Sinn. Das hat der Senat erkannt und will diese Ausbildungen ab dem Ausbildungsjahr 2018/19 schulgeldfrei machen. Ein richtiger, längst überfälliger Schritt, aber der Senat plant zunächst nur für  Ausbildungsanfänger*innen das Schulgeld zu übernehmen. Wer schon im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr ist, soll davon ausgenommen sein und bis zum Ausbildungsende weiter Schulgeld zahlen. Das ist ungerecht und ausbildungspolitisch falsch. Daher beantragen wir, die Schulgeldfreiheit konsequent für alle Auszubildenden in den Therapieberufen einzuführen“, so Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

„Das Schulgeld ist ziemlich happig. Im Laufe ihrer dreijährigen Ausbildung zahlen die Auszubildenden zwischen 12.000 und 20.000 Euro – bei einer Ausbildung, die kaum Raum lässt für Nebenjobs. Entsprechend schwierig ist es, Auszubildende zu finden, denn die Belastung das Schulgeld und die Lebenshaltungskosten zu stemmen und dabei auf jegliche Vergütung in der Ausbildung verzichten zu müssen, ist für viele zu hoch und zu unattraktiv. Die Auszubildenden protestierten öffentlich gegen die Pläne des Senats die Schulgeldfreiheit light einzuführen, nur für neue Auszubildende und die anderen weiter kräftig zahlen zu lassen. Nun höre ich, dass der Senat das Schulgeld für alle Auszubildenden senken will, aber alle weiter zahlen müssen. Das bedeutet, dass das Schulgeld nur um ein Drittel gesenkt wird.  Auch das ist für mich eine Mogelpackung. Damit verabschiedet sich der Senat von seinem Ziel das Schulgeld für 2018/2019 abzuschaffen und die Attraktivität der Ausbildung wird auch nicht gesteigert, wenn junge Erwachsene weiterhin die Ausbildung finanzieren müssen.“

Strunge weiter: „Wenn man wieder mehr junge Menschen für diese Ausbildungsberufe begeistern will, dann muss man sich von der Ungerechtigkeit des Schulgeldes endlich verabschieden, nicht scheibchenweise, nicht für nur eine Gruppe, sondern für alle, die schon in Ausbildung sind. Statt Schulgeld zu erheben, müssen zeitnah Ausbildungsvergütungen ermöglicht werden. Der Senat steht in der Pflicht mit den Krankenkassen die Finanzierung der Ausbildung zu klären. Solange dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, darf man nicht die Schüler*innen zur Kasse bitten, sondern muss im Haushalt die Mittel dafür bereitstellen. Dafür werden wir uns in der Bürgerschaft einsetzen.“

Am kommenden Mittwoch (30. Mai 2018) wird um 14:30 Uhr in der Bremischen Bürgerschaft der Antrag der Linksfraktion „Für einen gerechten Einstieg in die Schulgeldfreiheit: Schulgeldfreiheit für alle Auszubildenden in den therapeutischen Gesundheitsfachberufen!“ debattiert.

Den Antrag der Linksfraktion finden Sie hier.


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Strunge, Miriam (Sprecherin für Bildung, Kultur, Wissenschaft, Medien, Datenschutz, Informationsfreiheit)

Tebje, Ingo (Sprecher für Wirtschaft, Arbeit, Häfen, Umwelt, Gewerkschaften und Arbeitnehmer*inneninteressen)

Tegeler, Maja (Sprecherin für Frauen, Queer, Frieden, Petition, Bremen-Nord)

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