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Keine Schließung des Goosebades in Gröpelingen!

Dringlichkeitsantrag der Fraktion DIE LINKE:

Das Goosebad in Gröpelingen wird als wohnortnahes Gesundheits- und Therapiebad genutzt. Es gibt spezielle Kurse für Menschen mit Rheuma- und Arthroseerkrankungen. Für viele Menschen sind die Kurse im Wasser vorübergehend oder auf Dauer die einzige Möglichkeit, ihre Gesundheit durch Bewegungsangebote zu erhalten oder wiederherzustellen. Zahlreiche Vereine, Mütter mit Babys und muslimische Frauen nutzen gezielt diese Einrichtung. Weil das Bad voll ausgelastet ist, gibt es für Kursangebote der Bremischen Rheumaliga und TURA e.V., die in den Räumlichkeiten des Goosebades stattfinden, Wartelisten mit hunderten von InteressentInnen. Das Bad hat eine hohe gesundheitspolitische, kulturelle und soziale Bedeutung für den Stadtteil und die NutzerInnen. Eine Schließung wäre für viele eine schwere Zumutung.

Das Goosebad gehört der AWO und wird bis zum 14. Dezember von der Bremer Bäder GmbH betrieben. Im Sommer wurde bekannt, dass die Bremer Bäder GmbH den Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt hat, weil die steigenden Energiekosten ein Jahresdefizit in 2011 von 55.000 Euro aufgeworfen haben sollen. Gegenüber dem Beirat Gröpelingen konnte bisher nicht nachvollziehbar dargestellt werden, dass die wirtschaftliche Situation den Weiterbetrieb verhindern würde.   

Am 26. September richtete der Gröpelinger Beirat die einstimmige Forderung an den Senat, sich für den Weiterbetrieb einzusetzen und eine Finanzierungslösung zu suchen. 

Holger Münch, Staatsrat für Inneres und Sport, bekräftigte am 12. Oktober die Entscheidung den Pachtvertrag zu beenden und stellte „alternative Wasserflächen und Badezeiten in den Bremer Bädern“ für die NutzerInnen in Aussicht.

Für die Menschen, die aufgrund von Erkrankungen, ihres Alters oder ihrer finanziellen Situation in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind, sind Bäder außerhalb des Stadtteils keine gangbare Alternative; sie sind auf die zentral im Stadtteil gelegene, wohnortnahe Einrichtung angewiesen. Das Westbad wiederum hat nicht die Kapazitäten, das Kursangebot des Goosebades auch nur annähernd aufrechtzuerhalten.

Der Senat muss eine kurzfristige Lösung finden, auch weil ein harter Winter zu massiven Schäden am leerstehenden Bad führen könnte, die eine etwaige spätere Wiederinbetriebnahme erschweren, verteuern und gefährden könnte.

Die Bürgerschaft (Stadt) möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, den Weiterbetrieb des Goosebades kurzfristig sicherzustellen und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort eine Finanzierungslösung zu finden.

Cindi Tuncel, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE.


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