Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Friedensnobelpreis für Nadia Murad: „Gesamte jesidische Gemeinschaft ist stolz und glücklich“

Pressemitteilung von Cindi Tuncel, jesidischer Landtagsabgeordneter und friedenspolitischer Sprecher der Fraktion, zur Entscheidung des Nobelpreis-Komitees:

Das Nobelpreis-Komitee hat heute den Friedensnobelpreis an Nadia Murad vergeben. Murads Familie wurde 2014 Opfer des Genozids des sog. Islamischen Staates an den Jesiden im nordirakischen Gebiet Shingal, 18 ihrer Verwandten wurden dabei ermordet. Sie selbst konnte fliehen und 2015 mit Hilfe des Landesprogramms zur Aufnahme von traumatisierten Genozidopfern des Landes Baden-Württemberg nach Deutschland kommen. Nadia Murad setzt sich seitdem international für den Schutz der jesidischen Gemeinschaft und die Strafverfolgung der jihadistischen Völkermörder ein. Murad ist Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel der UNO und die erste Jesidin, die jemals einen Nobelpreis erhalten hat.

Cindi Tuncel, jesidischer Landtagsabgeordneter und friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, gratuliert: „Nadia Murad ist eine grandiose Wahl. Ihr Kampf gegen Genozide und sexuelle Gewalt ist beispielhaft. Die gesamte jesidische Gemeinschaft ist heute stolz und glücklich, diese Auszeichnung bedeutet deshalb unglaublich viel. Umso wichtiger ist, dass die Forderungen von Nadia Murad nun auch umgesetzt werden: Shingal braucht Schutz und Wiederaufbau. Die Terroristen und ihre Unterstützer müssen vor Gericht gestellt werden. Die humanitäre Notlage in den Flüchtlingscamps im Nordirak, wo noch hunderttausende Jesiden leben, muss auch durch internationale Hilfe gelindert werden. Die traumatisierten Frauen brauchen sichere Fluchtwege nach Europa, so wie Nadia Murad zum Glück einen hatte. Ich bin mir sicher, dass Nadia Murad all diese Forderungen nun mit noch mehr Nachdruck vorbringen wird“.


Aktuelleste Pressemitteilungen des Abgeordneten

Cindi Tuncel

Wiederaufbau und Schutz nötig – Cindi Tuncel zum fünften Jahrestag des Genozids an den Jesiden in Shingal

Am 3. August 2014 begann der sog. Islamische Staat mit dem Völkermord an den Jesiden in der nordirakischen Region Shingal. Zehntausende wurden dabei ermordet, Frauen und Kinder verschleppt und versklavt. Nach jahrelangem Häuserkampf und massiven Luftangriffen der USA gegen die Jihadisten liegt die Stadt Shingal noch immer in Trümmern, die... Weiterlesen


Cindi Tuncel

Senat darf Senkung der Bäderpreise nicht blockieren

Presseerklärung von Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, ist über die zögerliche Haltung des Senates verärgert: Weiterlesen


Cindi Tuncel

Cindi Tuncel zum Sieg über den sogenannten Islamischen Staat

Presseerklärung von Cindi Tuncel, friedenspolitischer Sprecher der Fraktion. Er fordert den Senat auf, 20 besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak aufzunehmen: Weiterlesen

Hier erhalten Sie Infos zu unseren Abgeordneten und Deputierten:

Fraktionsvorstand

Janßen, Nelson (Sprecher für Gesundheit, Inneres, Klima, Bremerhaven)

Koc, Mazlum

Leonidakis, Sofia (Sprecherin für Flucht, Soziales, Kinder)

Rupp, Klaus-Rainer (Sprecher für Haushalt/Finanzen, Rekommunalisierung)

Schumann, Ralf (Sprecher für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung, Recht/Justiz, Verkehr)

Strunge, Miriam (Sprecherin für Bildung, Kultur, Wissenschaft, Medien, Datenschutz, Informationsfreiheit)

Tebje, Ingo (Sprecher für Wirtschaft, Arbeit, Häfen, Umwelt, Gewerkschaften und Arbeitnehmer*inneninteressen)

Tegeler, Maja (Sprecherin für Frauen, Queer, Frieden, Petition, Bremen-Nord)

Tuncel, Cindi (Sprecher für Jugend, Migration, Sport, Europa und Internationales, Senior*innen)

Zimmer, Olaf (Sprecher für Inklusion, Drogen, Verbraucher*innenschutz, Bürgerbeteiligung, Religion)

nichtparlamentarische Deputierte