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Auch studentische Hilfskräfte haben gute Arbeitsbedingungen verdient!

Presseerklärung von Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, zur Entlohnung von studentischen Hilfskräften:

An den Hochschulen und der Universität übernehmen studentische Hilfskräfte viele wichtige Aufgaben, ohne die der Hochschulbetrieb kaum funktionieren würde. Demgegenüber richtet sich die Bezahlung noch immer nach dem - zu geringen - gesetzlichen Mindestlohn, tarifvertragliche Regelungen existieren bislang nicht. Die Entlohnung für die gleiche Tätigkeit ist in anderen Bundesländern wie Niedersachsen oder Berlin deutlich besser. Die Fraktion DIE LINKE hat zu diesem Thema eine Große Anfrage an den Senat gerichtet, deren Beantwortung nun vorliegt. Der Senat sieht zusammenfassend keinen besonderen Handlungsbedarf, und verweist nur auf die anstehende bundesgesetzliche Erhöhung des Mindestlohnes.

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE kommentiert: „Die studentischen Hilfskräfte werden aktuell von der Tarifentwicklung abgekoppelt und hatten über die vergangenen Jahre sogar inflationsbedingte Lohneinbußen. Deshalb haben die studentischen Hilfskräfte einen Tarifvertrag wie ihre Kolleg*innen in Berlin verdient. Mich enttäuscht die Haltung des Senates, der solch eine Verhandlung ‚nicht für sinnvoll erachtet', er verschließt damit die Augen vor der aktuellen Problemlage."

In Niedersachsen erhalten studentische Hilfskräfte 9,93 (ohne Bachelorabschluss) bzw. 11,55 Euro (mit Bachelor), im Vergleich zu den 8,84 Euro in Bremen deutlich mehr Geld.

Strunge: „Wenn in Bremen studentische Hilfskräfte deutlich weniger verdienen als in Niedersachsen ist das nicht nur ungerecht, es führt auch dazu, dass Studierende, die für ihr Studium selbst aufkommen, abwägen müssen, ob sie sich den Hilfskraft-Job überhaupt leisten können, oder sie mehr Geld brauchen und sich deshalb  für den Job an der Supermarktkasse entscheiden. Wir brauchen dringend eine bessere Bezahlung und längerfristige Verträge, um Arbeitserfahrung in Forschung und Lehre für alle Studierende zu öffnen und um bessere Planbarkeit zu erreichen. Im nächsten Wissenschaftsplan, der Ende des Jahres vorliegen soll müssen spürbar höhere Vergütungen für studentische Hilfskräfte eingeplant werden, damit die Hochschulen die Mittel haben, um besser zu bezahlen. Wir halten mindestens 12 Euro pro Stunde für angemessen."

Die Senatsantwort auf die Große Anfrage „Beschäftigungssituation der studentischen Hilfskräfte" findet sich hier.

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