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LINKE begrüßt 2000 Impfdosen für Gröpelingen

Presseerklärung von Sofia Leonidakis, Vorsitzende uns sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, zur Initiative des Gesundheitsressorts, mit der ab kommendem Montag insgesamt 2000 Menschen in Gröpelingen ein Impfangebot zur Verfügung gestellt bekommen. „Armut stellt ein wesentliches Infektionsrisiko dar und führt zu einer 50 bis 70 Prozent höheren Sterbewahrscheinlichkeit.“

LINKE begrüßt 2000 Impfdosen für Gröpelingen

Auf Initiative des Gesundheitsressorts wird ab kommendem Montag insgesamt 2000 Menschen in Gröpelingen ein Impfangebot zur Verfügung gestellt.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende uns sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert entsprechend: „Wir begrüßen dieses Modellprojekt ausdrücklich! In allen Pandemiewellen haben wir festgestellt, dass benachteiligte Stadtteile auch stärker von Corona betroffen sind. Auch jetzt weisen die benachteiligten Stadtteile in Bremen die höchsten sieben-Tage-Inzidenzen auf. Diese gesundheitliche Ungleichheit, die mit sozialer Ungleichheit einhergeht, stellen Wissenschaftler:innen weltweit fest. Wer das immer noch auf Verhalten oder Kultur zurückführt, hat einfach nichts kapiert. Enge Wohnverhältnisse, prekäre Arbeitsbedingungen oder fehlende Isolationsmöglichkeiten führen überall dazu, dass Menschen in armutsbetroffenen Lebenslagen eher an Covid-19 erkranken. Armut stellt ein wesentliches Infektionsrisiko dar und führt zu einer 50 bis 70 Prozent höheren Sterbewahrscheinlichkeit, wie das RKI zuletzt festgestellt hat.

Die Wohnlage muss deshalb Einfluss auf die Impfpriorisierung haben. Den Bürger:innen in Gröpelingen ein schnelles, unkompliziertes Impfangebot zu machen, ist daher ein folgerichtiger und wichtiger Schritt – für die Gesundheit der Menschen, die weiterhin ein hohes Infektionsrisiko haben, und für die gezielte Bekämpfung der Pandemie in Bremen. Der Modellversuch ist vor diesem Hintergrund ein sozial gerechter und vielversprechender Auftakt“, so Leonidakis.

Die Fraktionsvorsitzende abschließend: „Auch von der Testangebots- und Annahmepflicht in Unternehmen versprechen wir uns, insbesondere prekär Beschäftigte verstärkt schützen zu können. Wenn wir Infektionen in Betrieben schneller erkennen und die Weiterverbreitung früher unterbrechen können, ist das gut für die Beschäftigten selbst, aber auch für die gesamte Pandemieentwicklung. Auch die ab Montag geltende Testpflicht in Betrieben hat deshalb eine soziale Bedeutung.

Diese richtigen und wichtigen Schritte sollten uns allerdings nicht davon abhalten, wenn nötig, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Viele Menschen können sich zu Hause nicht isolieren, wenn Angehörige infiziert wurden, weil sie nicht über ein zweistöckiges Einfamilienhaus verfügen. Insbesondere vor dem Hintergrund von Vorerkrankungen und Long-Covid wäre es aus meiner Sicht richtig, kurzfristig externe Quarantänemöglichkeiten in Pensionen oder Hotels zu schaffen.“


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