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Spahn muss Krankschreibung per Telefon wieder ermöglichen

Presseerklärung von Nelson Janßen, Vorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, zur Möglichkeit, die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen nicht zu verlängern:

Am vergangenen Freitag beschloss der ‚Gemeinsame Bundesausschuss‘ (G-BA) die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen nicht zu verlängern. Diese Regelung wurde vor sechs Wochen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie eingeführt, um die Arztpraxen zu entlasten.

Nelson Janßen, Vorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, hält die Entscheidung des G-BA für fatal: „Dass sich in diesen Zeiten Menschen mit leichten Atemwegsbeschwerden per Telefon krankschreiben lassen können war und ist auch weiterhin wichtig! So konnte man in den letzten Wochen die Hausärzt*innen, die ganz vorne im Kampf gegen das Virus stehen, entlasten. Es ist unverantwortlich, dass nun auf Druck der Krankenkassen und der Arbeitgeber*innen der G-BA diese Regelung viel zu früh abgeschafft hat. Auch, wenn wir die Verbreitung des Virus derzeit verlangsamt haben, ist es noch immer da. Das Risiko, sich in Arztpraxen mit dem Coronavirus zu infizieren wird nun wieder steigen. Im schlimmsten Fall wird sich auch dort das medizinische Personal anstecken und zahlreiche Praxen müssten schließen. Das wäre nicht nur für die weitere Bekämpfung des Coronavirus, sondern auch für die anderen Patent*innen der Praxen fatal. Es kann nicht sein, dass effektive Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus aufgehoben werden, weil die Arbeitgeber*innenseite aus ihrer Sicht unnötige Krankschreibungen verhindern will. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist nun in der Verantwortung die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, um diese Entscheidung aufzuheben und die telefonische Krankschreibung wieder zu ermöglichen.“


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