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Übernahme aller Pflegekräfte nach der Ausbildung bei der Gesundheit Nord

Wie keine andere Branche ist die Pflege bereits jetzt massiv vom Personalmangel betroffen, ein bundesweiter Pflegenotstand droht nicht nur, er ist vielerorts längst eingetreten. Mit der Folge: Einer in Zukunft stets wachsenden Zahl chronisch kranker, multimorbider und pflege- bedürftiger Menschen steht inzwischen eine immer weiter abnehmen- de Zahl von pflegerischem Fachpersonal gegenüber.

Wie keine andere Branche ist die Pflege bereits jetzt massiv vom Personalmangel betroffen, ein bundesweiter Pflegenotstand droht nicht nur, er ist vielerorts längst eingetreten. Mit der Folge: Einer in Zukunft stets wachsenden Zahl chronisch kranker, multimorbider und pflegebedürftiger Menschen steht inzwischen eine immer weiter abnehmende Zahl von pflegerischem Fachpersonal gegenüber.

Und dieser Bedarf an hochqualifiziertem Personal wird in Kliniken und Pflegeeinrichtungen weiter wachsen.

Vor diesem Hintergrund beurteilt DIE LINKE die derzeitigen Pläne der Gesundheit Nord (GeNo), höchstens die Hälfte der Auszubildenden nach deren Abschluss zu übernehmen als geradezu fahrlässig. Dass man gut ausgebildetes Pflegepersonal nicht an die ausbildenden Häuser bindet, ihnen so eine Lebensperspektive bietet und den nicht von der Hand zu weisenden Bedarf an Pflegekräften deckt, stößt nicht nur bei den Betroffenen auf Unverständnis. Seit dem Sommer 2010 kämpfen die Auszubildenden an den kommunalen Bremer Kliniken für ihre Übernahme. Die GeNo lehnt dies kategorisch ab und will künftig höchstens der Hälfte der Absolventen einen Arbeitsplatz anbieten, wobei eine verschärfte Fehlzeiten‐ und Notenregelung zu den Auswahlkriterien gehören soll.

DIE LINKE hat eine Kleine Anfrage ausgearbeitet, mit der die Landesregierung Auskunft darüber geben sollte, ob sie die Übernahme aller an den kommunalen Bremer Kliniken ausgebildeten Pflegekräfte für notwendig erachtet, um einen drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. Darüber hinaus sollte der Senat erklären, welche Möglichkeiten er sieht, auf die Geschäftsleitung der GeNo dahingehend einzuwirken, alle ausgebildeten Pflegekräfte zu übernehmen, um so eine menschenwürdige und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung in den Bremer Kliniken sicherzustellen.

Die Senatsantwort liegt nun vor und ist einmal mehr unbefriedigend. In wohlgesetzten Worten windet er sich um eine konkrete Stellungnahme zur Übernahme ALLER Auszubildenden bei der Gesundheit Nord heraus. Es genügt bei Weitem nicht, die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Pflegekräfte und speziell die Situation bei den kommunalen Bremer Kliniken schön zu reden.

DIE LINKE fordert daher weiterhin, alle Auszubildenden zu übernehmen, um so ein drohendes Pflegedebakel abzuwenden und um den jetzt in der Ausbildung befindlichen jungen Arbeitskräften langfristige berufliche Perspektiven zu sichern. 

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Senatsantwort einsehen möchten.


Senatsantworten

Große Anfragen sind vom Senat binnen fünf Wochen schriftlich zu beantworten. Auf besonders begründeten Antrag der Fragesteller*innen hat der Senat die Antwort binnen drei Wochen schriftlich zu erteilen.

Kleine Anfragen sind vom Senat binnen fünf Wochen schriftlich zu beantworten. Auf besonders begründeten Antrag der Fragesteller*rinnen hat der Senat die Antwort binnen drei Wochen schriftlich zu erteilen.

Mündliche Anfragen werden in der Stadtbürgerschaft als erster Tagesordnungspunkt und im Landtag zu Beginn des zweiten Plenartages behandelt. Die Fragestunde soll in der Regel 60 Minuten nicht überschreiten. Alle Anfragen - auch jene, die in der Fragestunde nicht beantwortet werden können - beantwortet der Senat zudem schriftlich.

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