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Pro & Contra: Distanz-Elektroimpulsgeräte

In Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Momentan geht es um um die Frage, ob Bremens Polizei flächendeckend Distanz-Elektroimpulsgeräte erhalten soll. Für DIE LINKE bezieht unser Fraktionsvorsitzender Nelson Janßen Stellung auf der "Contra"-Seite.

Wenn die zwei Elektroden in die Haut eindringen und 50.000 Volt Spannung durch den Körper jagen, erreicht man bei der „getaserten Person“ vor allem eins: extreme Schmerzen.

Wenn es gut geht, führt der Einsatz eines Distanz-Elektroimpulsgeräts, auch Taser genannt, zu einer zeitweisen Lähmung. Wenn es nicht gut geht, führt er zu schweren Verletzungen oder Tod durch Herzstillstand, Sturz oder auch Feuerfangen der Kleidung. Risikofaktoren wie eine frühe Schwangerschaft oder Herzerkrankungen sind selten von außen erkennbar. Das sind leider keine Ausnahmefälle.

In den USA sind seit dem Jahr 2000 bereits mehr als 1000 Menschen nach dem Einsatz eines Tasers ums Leben gekommen. In Deutschland zählen wir nur in den Jahren 2018 und 2019 vier Todesfälle.

Ungefährlich sieht anders aus.

Außerdem ist der Taser für viele Polizeieinsätze nachweislich nicht geeignet, etwa in einer dynamischen Lage. Der Nutzen des Tasers ist für uns Linke nicht erkennbar, die Gefahr dagegen ist nicht zu übersehen.