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Pro & Contra zur Situation am Hauptbahnhof

In Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Aktuell geht es um um die Frage,  ob ein schärferes Ortsgesetz die Alkoholexzesse am Bahnhof verhindern.

Unsere Fraktionsvorsitzende Sofia Leonidakis bezieht im Weser Report für DIE LINKE Stellung auf der "Contra"-Seite.

Nein. Die Vertreibung wohnungsloser und suchtkranker Menschen ist keine Lösung für die unbefriedigende Situation am Hauptbahnhof. Wie in allen größeren Städten sind Bahnhöfe wichtige Orte für Obdachlose, um Geld zu erbitten, der Isolation zu entkommen und Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Verbotspolitik ändert daran gar nichts.

Belästigungen kommen vor, da gibt es nichts schönzureden. Wohnungslose sind jedoch verschieden. Manche halten sich den ganzen Tag am Bahnhof auf und belästigen keine Seele, andere sind kurz da, stören aber massiv. Statt pauschaler Vertreibung braucht es Alternativen: Toleranzflächen, akzeptierte und zentrale Aufenthalts- und Rückzugsorte sowie eine Ausweitung der bewährten Sozialarbeit am Bahnhof, damit sich Reisende sicher fühlen und der Ort weiterhin allen offensteht. Die Wortwahl der CDU ist verächtlich, ein rein ordnungspolitisches Vorgehen weder nachhaltig noch sozial.