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Pro & Contra: Wie umgehen mit Feiertagen, die auf einen Sonntag fallen?

In Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Momentan geht es um um die Frage,  wie man mit Feiertagen umgehen soll, wenn sie auf das Wochenende fallen.

Unserer Fraktionsvorsitzender Nelson Janßen bezieht im Weser Report für DIE LINKE-Fraktion Stellung auf der "Pro"-Seite.

In diesem Jahr heißt es ackern statt entspannen: Der 1. Mai, der 25. Dezember sowie der Neujahrstag 2023 fallen auf einen Sonntag. Bremerinnen und Bremer müssen in diesem Jahr also drei Tage mehr arbeiten, als wenn die Feiertage günstig lägen. Bei den ohnehin nur 10 Feiertagen in Bremen (Bayern kommt auf 14!) ist das spürbar weniger Freizeit. Oder mehr unbezahlte Arbeit: Vollzeitbeschäftigte mit einer Fünf-Tage-Woche sind in Bremen dieses Jahr gezwungen, ihren Arbeitgebern Arbeitszeit im Wert von durchschnittlich rund 560 Euro zu schenken.

Es ist deshalb überfällig, dass auch in Deutschland Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, mit einem zusätzlichen freien Tag ausgeglichen werden. Sehr viele andere Länder tun das längst. Die Initiative der Bundestagsfraktion der Linken kommt deshalb genau richtig. Ausgleich vom Arbeitsalltag sollte eine Selbstverständlichkeit sein und darf nicht vom Zufall abhängen!