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Länger, breiter, größer: SUV, Geländewagen und andere große Kraftfahrzeugarten im Stadtverkehr

Der Trend zu sogenannten Sport Utility Vehicles (SUV) und Geländewagen reißt nicht ab. 2019 lag der Anteil von SUV und Geländewagen bei Kfz-Neuzulassungen laut Kraftfahrtbundesamt bei 31,2 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden 57,65 Prozent mehr SUV und Geländewagen zugelassen als 2016. Berücksichtigt man nur die SUV, dann liegt der Anstieg sogar bei 79 Prozent.

Diese Pkw sind besonders schwer, besonders stark motorisiert und besonders breit. Das Center for Automatic Research an der Universität Duisburg-Essen hat herausgearbeitet, dass die durchschnittliche Breite von neuzugelassenen PKW im Jahr 2017 bei 1,80 Metern lag - 1990 waren es noch 1,67 Meter. SUVs von deutschen Herstellern haben mittlerweile sogar häufig eine Breite von über 2 Metern und sind zudem auch bis zu 2 Meter hoch.

Auch wenn es innerhalb der Klassen von SUV und Geländewagen Unterschiede gibt, verbrauchen SUV und Geländewagen mehr Treibstoff als vergleichbare Modelle anderer Fahrzeugklassen, stoßen mehr Emissionen aus und verbrauchen in der Produktion mehr Rohstoffe.

Aber auch im verkehrspolitischen Sinne sind immer breiter und größer werdende Pkw ein Problem. Die verkehrliche Infrastruktur ist nicht für diese Art von Kraftfahrzeugen konstruiert. In vielen Wohnstraßen ist durch die am Fahrbahnrand geparkten breiten Fahrzeuge die nötige Restbreite der Fahrbahn von 3,05 Metern nicht mehr gewährleistet. Die im öffentlichen Raum zur Verfügung stehenden Parkbuchten sind immer häufiger zu schmal. Als Folge davon sieht man immer öfter, dass Autofahrer*innen ihre Pkw in den Parkbuchten auf Geh- oder Radweg aufgesetzt parken oder in den Straßenraum hineinragen lassen und damit andere Verkehrsteilnehmer*innen im besonderen Maße gefährden. Geh- und Radwege werden blockiert, das Queren von Straßen wird durch das Hineinragen in den Straßenraum unübersichtlich, Rettungsfahrzeuge behindert.

Ralf Schumann und Ingo Tebje haben eine Kleine Anfrage ausgearbeitet. Der Senat soll unter anderem mitteilen, wie sich die Zahl der in Bremen zugelassenen SUV und Geländewagen insgesamt und die der SUV- und Geländewagen-Neuzulassungen in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat und ob ihm bekannt ist, ob und wie vom Ordnungsamt und/oder der Polizei Verstöße gegen § 12 StVO aufgrund einer fehlenden Restbreite der Fahrbahn von mindestens 3,05 Meter geahndet werden?

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