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Insolvenz der Lloyd-Werft: Arbeitsplätze sichern, Käufer*innen genau prüfen!

300 Arbeitsplätze bedroht: Wie am Montag bekannt wurde, hat die Lloyd-Werft in Bremerhaven Insolvenz angemeldet. Der Schiffbaubetrieb gehört dem malaysischen Genting-Konzern – genau wie die MV-Werften. Für die Lloyd-Werft sind zuvor Verkaufspläne und damit auch sicherere Perspektiven für ihre Beschäftigten gescheitert.

Ingo Tebje, hafen- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, drückt seine Solidarität mit den betroffenen Beschäftigten in Bremerhaven aus: „Genting hat gepokert und damit die Arbeitsplätze von Hunderten Arbeiter*innen der Lloyd-Werft aufs Spiel gesetzt. Längst hätte der Konzern den Schiffbaubetrieb etwa an die Rönner Gruppe verkaufen können. Das hat er verweigert, nun stehen die Beschäftigten vor einer unsicheren Zukunft, schlimmstenfalls droht ihnen der Jobverlust. Wir LINKE unterstützen die Beschäftigten der Lloyd-Werft und setzen uns für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze ein. Wir fordern, dass der Verkauf der Werft nun endlich in die Gänge kommt und die Arbeitsplätze gesichert werden.“

Mit Blick auch auf die MV-Werften fordert Tebje: „Werften-Standorte in Deutschland müssen erhalten bleiben! Der Schiffbau in Deutschland stellt eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft dar. Schließlich ist es erforderlich, die gesamten Schiffsflotten weltweit schnellstmöglich mit klimaneutralen Antrieben auszustatten. Dies bedeutet eine enorme Kraftanstrengung, bei der deutsche Werften international eine Vorreiterposition einnehmen könnten. Gerade für den Schiffbau in Bremerhaven könnte dies eine Chance sein, um vom sozialökologischen Wandel zu profitieren. Um das zu ermöglichen, braucht es jedoch eine aktivere Industriepolitik im Bund!“

Rainer Brand, Stadtverordneter der LINKEN in Bremerhaven, kommentiert: „Bremens Senat hat nun eine wichtige Aufgabe: Die potenziellen Käufer*innen der Lloyd-Werft genau zu prüfen und Garantien von ihnen zu verlangen. So verhindert das Land, dass der Schiffsbaubetrieb ein reines Spekulationsobjekt wird. Dazu gehört auch, deutlich zu machen: Eine Aufwertung der Grundstücke durch Umwidmung für Wohnungsbau wird es nicht geben – die Werft soll eine Werft bleiben!

Nur wenn in dem Schiffbaubetrieb ernstzunehmende Aufträge bearbeitet werden und die Beschäftigten dort wirklich etwas zu tun haben, gibt es eine langfristige Perspektive in Bremerhaven. Ansonsten stehen wir in wenigen Jahren wieder vor dem gleichen Problem wie heute. Derzeit ist eine Übernahme durch die Rönner Gruppe das Beste für die Lloyd-Werft.“