Militärische Angriffe auf kurdische Viertel in Aleppo müssen sofort aufhören! 

In Syrien hat das Militär kurdische Viertel in Aleppo angegriffen und zum Sperrgebiet erklärt. Tausende Menschen, darunter auch Familien mit Kindern, mussten fliehen. Seit Montag sind bei den Gefechten zwischen den Truppen der Übergangsregierung und kurdischen Kämpfern mindestens neun Menschen gestorben. Der Konflikt droht zu eskalieren. 

Cindi Tuncel, politische Sprecher für Internationales der Bremer Fraktion Die Linke, kommentiert: „Die Angriffe des Militärs in Aleppo zeigen mit welcher Brutalität al-Sharaa und seine Unterstützer gegen die Bevölkerung vorgehen. Unterdrückung und Repression durch das islamistische HTS-Regime setzen sich unvermindert fort. Es ist nicht auszuhalten, dass die Bundesregierung dazu schweigt und sogar überlegt, Beziehungen zu Islamisten zu normalisieren – nur um Abschiebungen nach Syrien zu ermöglichen. Dieser Kurs ist zynisch.“

Tuncel weiter: „Die zentralistische, menschenfeindliche Machtpolitik al-Sharaas gefährdet verschiedene Bevölkerungsgruppen, insbesondere Minderheiten wie Jesiden, im ganzen Land. Die Bundesregierung muss endlich Verantwortung übernehmen, sich für Frieden in der Region einsetzen und dafür den politischen Prozess unterstützen, der auf Dezentralisierung setzt. Die Verbrechen des Assad-Regimes sowie von al-Sharaa und seinen Unterstützern müssen aufgeklärt werden.“