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Endlich Gerechtigkeit für Jesid*innen!

Am Dienstag hat das Oberlandesgericht in Frankfurt ein Mitglied des sogenannten Islamischen Staats (IS) wegen Völkermords an einer Jesidin sowie Kriegsverbrechens mit Todesfolge zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Dem Vorsitzenden Richter Christoph Koller zufolge sei es das erste Urteil weltweit wegen des Genozids, den die Terrororganisation an der Religionsgemeinschaft verübt habe.
Der Angeklagte Iraker Taha Al-J. soll nach Überzeugung des Gerichts den Tod eines jesidischen fünfjährigen Mädchens 2015 zu verantworten haben. Er kettete das Mädchen in der prallen Sonne bei über 50 Grad Celsius an ein Fenster und ließ es qualvoll verdursten. Der Verurteilte hatte das Mädchen und seine Mutter im irakischen Falludscha versklavt und misshandelt.

Cindi Tuncel, Sprecher für Internationales und Europa der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, lobt das wegweisende Urteil: „Gestern haben Jesidinnen und Jesiden in Bremen aber auch weltweit einen historischen Moment erlebt. Endlich gibt es für sie Gerechtigkeit! Das Unrecht, das ihnen durch den mörderischen IS widerfahren ist und noch immer widerfährt, wurde von einem deutschen Gericht als das bezeichnet, was es ist: Völkermord.

Ein brutaler Mörder wurde schuldig gesprochen und muss nun eine lebenslängliche Haftstrafe in Deutschland antreten. Damit sendet das Gericht ein wichtiges Zeichen an all die IS-Verbrecher da draußen: Auch wenn sie ihre Gräueltaten an den Jesid*innen in anderen Ländern verüben, sind sie nicht sicher vor Strafen. Wir wünschen uns, dass auch die Gerichte anderer Länder diesem Beispiel folgen und gegen den Völkermord vorgehen. Die Bundesregierung muss den Völkermord nun endlich auch offiziell als Genozid einstufen!“


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