Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Gute Arbeit für Alleinerziehende – Perspektiven in den Stadtteilen gewährleisten!

In Bremen ist fast jede dritte Familie eine mit einem alleinerziehenden Elternteil, zu 90 Prozent Mütter. Das sind aktuell 17 700 Alleinerziehende mit 27 000 Kindern. Damit ist Bremen eine Hochburg der Alleinerziehenden. Obwohl die Erwerbsquote bei Alleinerziehenden bei 77,4 Prozent liegt, sind die meisten (zwei Drittel) entweder geringfügig beschäftigt oder teilzeiterwerbstätig. Über die Hälfte der Alleinerziehenden bezieht Leistungen nach dem SGB II, bei Alleinerziehenden mit zwei oder mehr Kindern sind es sogar 64,8 Prozent.

Schon im Armuts- und Reichtumsbericht wurden dieser Aspekt und diese Zielgruppe in den Mittelpunkt gerückt. Die größten Hürden für Alleinerziehende sind unzureichende Kinderbetreuungsplätze und fehlende Qualifikationen. Im Dezember 2011 hatten 60 Prozent keinen Schulabschluss beziehungsweise 70 Prozent keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Im Rahmen des Bundesprogramms "Gute Arbeit. Für Alleinerziehende!", das in Bremen seit dem Frühjahr 2010 umgesetzt wird, haben seit ungefähr einem Jahr vier regionale Anlaufstellen in Bremen und eine in Bremerhaven ihre Arbeit aufgenommen. Sie bieten Alleinerziehenden wohnortnah ein breites Beratungsspektrum sowie individuelle Unterstützung bei der Kinderbetreuung und der Suche nach Ausbildung und Arbeit.

Das Programm fördert Projekte, die zur Aktivierung oder sozialen und beschäftigungsbezogenen Stabilisierung von Alleinerziehenden, ihrer Qualifizierung, Integration in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit beitragen und auf diese Weise die Hilfebedürftigkeit beenden helfen können. Ziel ist es, durch passgenaue Beratung und Qualifizierung die Erwerbs- und Verdienstchancen der Alleinerziehenden zu erhöhen, damit Alleinerziehende und ihre Kinder langfristig unabhängig von staatlichen Fürsorgeleistungen leben können.

Es startete in Bremen und Bremerhaven am 15.04.2010 und endet am 31.12.2012. Mittlerweile ist abzusehen, dass die Zielzahlen des Projektes absolut übertroffen werden:

Rund 1300 Alleinerziehende wurden durch die unterschiedlichen Träger in den Stadtteilen bereits bis zum 1. September 2012 erreicht. Über 400 von ihnen konnten für eine Teilnahme an den Angeboten gewonnen werden, rund 100 wurden in Beschäftigung bzw. Ausbildung vermittelt. Dies zeigt den großen Bedarf der Zielgruppe und den Erfolg von Anlaufstellen, die niedrig schwellig und vor Ort Angebote machen können und somit die Zielgruppe erreichen. Die bisherigen Strukturen, die bei Mütterzentren, Beschäftigungsträgern, Quartiersbildungszentren und die Häuser der Familie angedockt sind, haben sich bewährt und müssen erhalten bleiben. Hier hat sich gezeigt, dass Frauen in ihrem jeweiligen Lebenskontext begegnet wird, und dies erfolgreich genutzt werden kann, um sie individuell zu beraten und ihnen Perspektiven zu eröffnen.

Flankierend gibt es in Zusammenarbeit mit der PIB gGmbh einen flexiblen Kinderbetreuungspool für diese Zielgruppe, der innerhalb der Programmumsetzung angeboten wird. Auch dieses Angebot ist wesentlich, um für Alleinerziehenden eine Integration in den Arbeitsmarkt überhaupt realistisch werden zu lassen.

Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:

Die Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf, die bisherige Umsetzung des Programms unter Einbeziehung aller Kooperationspartner weiterzuentwickeln, zu sichern und auch perspektivisch eine tragfähige Umsetzung der Maßnahmen zu finden um eine Verstetigung der stadtteilbezogenen Strukturen für die Zielgruppe zu erreichen.

Claudia Bernhard, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE


Hier erreichen Sie uns

Fraktionsgeschäftsstelle
Faulenstraße 29, 28195 Bremen

Fon: 0421 - 20 52 97-0
Fax: 0421 - 20 52 97-10
Presse: 0176 – 43 28 85 60
Web-Redaktion: 0421 - 20 52 97-51

Hier finden Sie die Büros der linken Abgeordnetengemeinschaft.

Im Stadtparlament gehört

Tebje zur Außengastronomie: Mehr

Strunge zur Bildung: Mehr

Tuncel zum Sport: Mehr

Unseren früheren Webauftritt

...finden Sie hier in unserem Archiv.